Jackson Hammond ist ein verurteilter Bankräuber. Dummerweise wird er bei dem Versuch, Zigaretten und einen Schokoriegel zu kaufen, durch Zufall von zwei Cops entdeckt. In seiner Not nimmt er die verwöhnte Göre Natalie Voss als Geisel.
Zeitschinderei kann man the Chase sicher nicht vorwerfen. Nach der klassischen zur falschen Zeit am falschen Ort Einleitung geht die Story nach wenigen Minuten auf den Highway und wird den Großteil der Laufzeit auch bleiben. Jack befindet sich zwar auf der Flucht, ist aber unschuldig in die Mühlen der Justiz geraten und sonst eigentlich ein guter Kerl. Allerdings zwingt ihn die Furcht vor lebenslangem Knast sich mit der halben kalifornischen Polizei auf eine ausgedehnte Verfolgungsjagd zu machen mit dem Ziel Mexiko.
Speziell die erste Hälfte fand ich dabei sehr gelungen, denn hier stimmt die Mischung aus witzigen Sprüchen und rasanter Autoaction, während später dann doch ein paar Gefühsduseligkeiten Einzug halten (und eine Nummer schieben bei 150 Sachen mit dutzenden Cops an der Stoßstange halte ich auch nicht gerade für die beste Idee), denn natürlich kommen sich Jack und Natalie im Laufe der Reise auch emotional näher.
Der Humor ist dabei recht gelungen und auch die Presse, die Polizei und ein angehender Politiker und gleichzeitig Natalies Vater bekommen ordentlich ihr Fett weg. Auch die Action ist ok, es gibt drei gute Autostunts mit viel Blechschaden, ohne allerdings in Blues Brothers Manier auszuarten. Schön auch zu sehen, das doch einige bekannte Darsteller selbstironisch ans Werk gehen, wobei besonders der Krawallpunk Henry Rollins als tumber Cop zum genießen ist. The Chase ist solide Unterhang mit jeder Menge Tempo, etwas schade nur das der Kitschfaktor gegen Ende immer mehr steigt.
7/10