„Aap Jaisa Koi“: Zwischen Sanskrit und Savoir-vivre
„Aap Jaisa Koi“ bringt mit R. Madhavan als introvertiertem Sanskritprofessor Shrirenu Tripathi und Fatima Sana Shaikh als lebensfroher Französischdozentin Madhu Bose eine ungleiche, aber reizvolle Paarung auf die Leinwand. Regisseur Vivek Soni gelingt es, die kulturellen und familiären Gegensätze humorvoll in Szene zu setzen, und gerade die Wortgefechte zwischen den Hauptfiguren haben Witz und Timing. Die lebendigen Nebenfiguren – vom konservativen Bruder Bhanu (Manish Chaudhary) bis zum charmant-exzentrischen Onkel Joy (Saheb Chatterjee) – sorgen für zusätzliche Farbtupfer.
Trotzdem fehlt es dem Film an erzählerischem Schwung. Nach einem spritzigen Einstieg verliert die Handlung an Tempo, und einige Konflikte werden vorhersehbar gelöst. Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern trägt zwar, doch der Funke springt nicht immer voll über. Visuell überzeugen die Kulissen von Jamshedpur und Kolkata, musikalisch bleibt der Soundtrack eher im Mittelmaß.
Unterm Strich ist „Aap Jaisa Koi“ ein netter, aber nicht unvergesslicher Mix aus Romantik, Komödie und Familiendrama – charmant, aber mit erzählerischen Leerstellen. Für Fans von leichten Culture-Clash-Geschichten einen Blick wert, für alle anderen solide Unterhaltung ohne Langzeitwirkung.