Review

Bei der Shocking Shorts Juryentscheidung für SIMONES LABYRINTH muss es wohl "Kopf oder Zahl" geheißen haben. Der Film erfüllt längst nicht alle Ansprüche, die man an ein ins Metaphysische weisendes Psychodrama hat. Die Tabletten- und Alkoholabhängigkeit von Simones Mutter erscheint vergleichsweise unmotiviert und der Charakter der angehenden Teenagerin Simone erschöpft sich wohl auf's Leute erschrecken. Im Laufe des Films bekommt sie die absolute geistige Kontrolle über ihre Mutter, was wohl, man glaubt es kaum, einen Heilungsprozess in Gang setzen soll.
Die melancholische Orchestermusik von Philipp F. Kölmel suggeriert permanent Abgründe, die dramaturgisch nur unzureichend ausgearbeitet wurden. Die einzelnen Erzählebenen laufen so abstrus aneinander vorbei, dass sich phasenweise nicht zuverlässig ermitteln lässt, wo ein der Realität entsprechendes Geschehen stattfindet. Die zeitliche Determinierung der ablaufenden, leider nur angedeuteten Ereignisse macht große Probleme. Weiterhin ist nicht klar, wieso qualitativ fragwürdigen Videoaufnahmen innerhalb des Films so viel Raum zugestanden wurde.

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