Review

Ab ins Heim!

Max, Typ „schwere Kindheit – gutes Herz“, wird wegen Graffitis und anderen Delikten zur Putzhilfe im Altenheim verknackt. Dort angekommen, überschlagen sich gleich die Ereignisse: warnende Senioren, Schreie aus dem Lüftungsschacht, grausige Todesfälle, unheimliche Vorgänge auf verbotenen Stockwerken, Träume mit Goreeffekten und Jumpscare-Erwachen! Dem Film ist wirklich kein Genreklischee zu schade, selbst der alte Spiegeltürtrick wird gespielt. 

Regisseur und Co-Autor James DeMonaco hatte bislang vor allem die THE PURGE-Reihe zu verantworten, dieser Film lässt vermuten, dass die Purge-Idee wohl ein Glücksfall war: Die Geschehnisse in diesem Heim sind so beliebig wie seine Insassen und zu allem Überfluss lässt DeMonaco ausgerechnet Nichtschauspieler Pete Davidson in diesem Szenario herumstolpern – weder Sympathieträger noch Charismat. Der letztjährige Heimgrusler THE RULE OF JENNY PEN hatte zwar auch keine besonders spannende Story, dafür aber immerhin echtes Schauspiel zu bieten. 

Nach einem völlig beknackten „Twist“, der ebenfalls aus mindestens zwei anderen namhaften Filmen zusammengeklaut ist, wird dann in den letzten Filmminuten plötzlich auch noch übelst gesplattert, so als gelte es, wirklich alle Horrortropes in den Film zu packen. Das sirenenhafte KILL BILL-Zitat auf der Tonspur grenzt dabei an Blasphemie. Nein, sorry, aber Filme dieser Art sind nun wirklich reif fürs Altersheim.

4.5/10

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