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Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „forsa“ zufolge ist jeder dritte Krimi-Fan der Auffassung, dass „Monk“ die beste US-Krimiserie im deutschen Fernsehen sei.

Das liegt wohl auch an der hervorragenden Besetzung und deren prächtig harmonierenden Zusammenspiel. Mit Tony Shalhoub („Men in Black 1 + 2“, „Ausnahmezustand“, „Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“) hat man einen Hauptdarsteller verpflichtet, der die Mischung zwischen Krimi und Comedy wie kaum ein anderer perfekt unter einen Hut bringt. Unterstrichen wurde seine souveräne Leistung nicht zuletzt durch einige Awards (u. a. den Emmy), die er nun sein Eigen nennen darf.

Seit der Ermordung seiner Frau leidet der ehemalige Polizeiermittler Adrian Monk unter starken Phobien. Er hat vor allem Angst: Vor Edelsteinen, Menschenmassen, Höhe, Dunkelheit, Schmutz, Bakterien – und sogar vor Milch! Dadurch kann es zu seltsam erscheinenden Panikattacken kommen. Dies verknüpft sich mit seinem (etwas stark ausgeprägten) Ordnungswahn: Alles muss sich immer am gleichen Platz befinden. Seine Socken verpackt er in Klarsichthüllen. In seinem Schrank finden sich ganze Garnituren des – immer gleichen! – Hemdes und Jackets.

Dank seines fotografischen Gedächtnisses und seiner Kombinationsfähigkeit löst er zwar die schwierigsten Fälle. Doch was hilft das, wenn man wegen seiner Marotten und Ticks vom Polizeidienst „suspendiert“ wird?

Durch Freunde und mit Hilfe der Krankenschwester Sharona Fleming (gespielt von Bitty Schram, „Eine Klasse für sich“, „Zwei Männer, eine Frau und eine Hochzeit“) animiert, versucht sich Monk nun als freischaffender Detektiv. Über mangelnde Arbeit kann er sich nicht beklagen, denn für seine ehemaligen Kollegen ist Monk das As im Ärmel. Sobald sein Ex-Chef Captain Stottlemeyer (gespielt von Ted Levine, „The Fast And The Furious“, „Heat“) in einem verzwickten Mordfall auf der Stelle tritt, gibt es nur einen, der den Täter finden kann: Adrian Monk!

Also kurzum: Monk ist zwar der wahrscheinlich schrulligste Detektiv der Kriminalgeschichte des Fernsehens, er wird aber schon jetzt als Nachfolger der erfolgreichen Krimiserie „Columbo“ gehandelt. Also werden sich die 33% der Krimi-Fans nicht getäuscht haben...

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