Review

Lächerlich. Ich becher mich weg! 

In den letzten zwei Wochen zu einer wahren „Meme-Machine“ geworden. Dagegen sieht die Spielberg-Version von oben bis unten meisterhaft aus. Eine ungenierte Beleidigung für den prestigeträchtigen Titel „War of the Worlds“. Trotzdem zu einem Phänomen und sehr beliebten Streaminghit avanciert. Wohl Jahre im „persönlichen“ Giftschrank von Jeff Bezos, jetzt meint der Mann nach seiner Hochzeit und mit neuer Plastikschnitte im Arm scheinbar er dürfe alles - und lässt diesen schmerzfreien Desktopkatastrophenfilm auf die völlig unvorbereitete Welt los, in dem ein all-time schlecht spielender Ice Cube vom PC auf seiner Arbeit beim US-Geheimdienst eine weltweite Alieninvasion verhindern soll… 

Amazon rettet den Tag!

Is this real Trash? Or just a Fantasy… Es gibt (Neo-)Trash - wie „Sharknado“, „Velocipastor“ und Konsortien: beabsichtigt, bewusst, geplant, da lacht man eher mit nicht über. Und es gibt (originalen) Trash - wie „The Room“, „Plan 9 From Outer Space“ oder „Troll 2“: unbeabsichtigt, ungeplant, in ihrem Sujet durchaus ernst gemeint… und doch einfach zum Schlapplachen, eher über als mit. Und zu letzterer, von mir bevorzugter Kategorie, gehört definitiv „War of the Worlds“ (2025) als einer der katastrophalsten (Alieninvasions-)Filme ever. Ever ever? Ever ever! Mit diesem Film stimmt unfassbar viel nicht, sodass es wieder sehr unterhaltsam werden kann. Aus den falschesten der falschesten Gründen. Wenn ihr auf sowas (und filmische Schmerzen!) steht… Die Effekte sind Gurke. Ice Cube kann diese One-Man-Show kaum stemmen. Nein, er kann sie gar nicht stemmen und wirkt oft komplett verloren. Seine Mimik, seine Ratlosigkeit, seine Schreie vor'm Computer, seine Kopfkratzer und Augenaufreisser, seine reingegrunzten Raptitel - köstlich und doch so unfassbar unbrauchbar für einen ernstzunehmenden Spielfilm. Die „Action“? In jedem zweiten TikTok-Video überzeugender. Der „Hunger“ der Tripods auf eine bestimmte Sache der Menschheit und der kausale Zusammenhang? Beknackt und lächerlich. Die PC-technische Umsetzung der Programme, Anrufe und „Überwachung“? Wahnwitzig. Die Auflösung und allgemein das „Amazon-Product Placement“? Erstaunlich, dreist, extrem. Die auf dem Papier knackige Laufzeit? Wirkt viel länger als sie ist. Die zeitlichen Streckungen und Beschleunigungen in Sachen Alieninvasion und Privatleben von Ice Cubes Figur? Verrückt unberechenbar. Und das sind alles nur die drastischsten Mängel an der Oberfläche. Darunter ist noch viel mehr Murks, Quark und Schwachsinn. Und so taugt „War of the Worlds“ (2025) höchstens zum Hatewatch, zum Bier- und Partyfilm mit Kumpels, zum Meme-Massaker. Aber nie auch nur ansatzweise für spannende 90 Minuten. Ätzend, teils erstaunlich und dilettantisch. Ausschussware. Abschreibung. Aber immerhin „echter“ Trash. 

Lachnummer mit drei Beinen… und virtuellen Keimen… Einfach zum Verneinen… Oder gar Weinen…

Fazit: einer der miesesten (und unfreiwillig komischsten!) Filme seit Jahren… Da helfen weder Eiswürfel noch Kopfschmerztabletten, weder Bildschirmschoner noch Trojaner, weder Amazon Prime-Abo-Stornierungen noch ein Schlag in die eigene Fresse. H.G. Wells dreht sich im Grab - wenn er Humor hat aber auch vor Lachen! Eine amazongesponsorte Vollkatastrophe! Episch schlecht. 

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