Eine Mischung aus Rachefilm a la " Ein Mann sieht rot " und klischeehaftem Actionkino. Man könnte auch sagen " Prey of the Jaguar " schwimmt ganz klar im Strom von " The Punisher " mit, ohne dessen Qualität zu erreichen.
Hier geht es um Derek Leigh ( Maxwell Caufield ), der einst Mitglied einer Spezialeinheit war. Nun wird seine Familie von Dealer Bandera ( Trevor Goddard ) ermordet. Auch Derek will er töten, doch dieser überlebt. Von nun an will Derek dem Verbrechen an den Kragen und zwar in der Gestalt des Helden Jaguar, den sein Sohn verehrte und erfunden hat. Auch die Polizei hat ein Wörtchen mitzureden ( Linda Blair u. w. ) und will Jaguar erst das Handwer legen, denn dieser hinterlässt ne Menge Leichen. Doch er wird erst ruhen, wenn er Bandera und seine Mannen ausgelöscht hat.
Woher kennen wird das ? Genau zum Beispiel aus " The Punisher " und hier hat man sich ordentlich bedient. Denn auch Derek war mal bei einer Spezialeinheit und brachte Bandera damals in den Knast. Nun hat er eine neue Identität und eine Familie. Bandera bricht aus dem Knast aus und schaut mal schnell bei Derek vorbei. Die Minimalstory könnte klischeehafter nicht sein und vor allem die Rückblenden, welche immer mehr in Kitsch ausarten, nerven irgendwann. Dann noch die Gestalt des Jaguars, welche irgendwie lächerlich wirkt.
Dazu trägt auch Maxwell Caufield bei, denn die Rolle des Helden steht ihm nur bedingt, vor allem mit Schnauzbart ist er eine lächerliche Erscheinung, er ist kein guter Schauspieler, kann aber ganz gut draufhauen. Seine Versuche Humor in den Film zu bringen, scheitern kläglich.
Und so kommt es, wie es kommen muss. Bandera, recht solide verkörpert von Trevor Goddard will auch ihn töten und schießt Derek nieder, doch dieser überlebt durch Glück. Also beginnt er sich zu rächen, aber erst säuft er sich mal die Birne zu, schwelgt in Erinnerungen und Selbstmitleid. Dann bricht er mal schnell bei seinem Ex Arbeitgeber ein und beschafft sich Informationen, bevor er dann ein Training bei einem chinesischen Meister ablegt und innerhalb von kürzester Zeit auf Fordermann gebracht wird. Die erst Hälfte des Films ist recht zäh, man nervt mit unnötigen und dämlichen Dialogen und kaum handfester Action.
Doch die zweite Hälfte lässt sich gut ansehen, denn nach dem Training und der Zusammenstellung seiner Ausrüstung, geht Derek auf die Jagd und fortan wird ordentlich alles vermöbelt was ihm in den Weg kommt. Die Kampfszenen sind recht ordentlich geworden und kommen teils sehr hart daher, dazu kommen noch einige blutige Einschüsse und sonstige Hinrichtungen von Gegnern. Natürlich segnet der Meister auch noch das Zeitliche und das macht den Jaguar noch wütender und auch die Polizei krallt sich das Kätzchen und predigt ihm damit aufzuhören. Nur eine Polizistin, darstellerisch übernommen von Linda Blair, hilft dem Jaguar sein Ziel zu beenden.
Auch Stacy Keach schwirrt als noch kurz durch den Film, er mimt Dereks Ex Boss ist aber im Großen und Ganzen keine große Hilfe, außer dass er als ein paar Informationen parat hat. Ansonsten hat er eine stümperhafte Organisation Namens SOC auf die Beine gestellt, in der lauter Verräter und Versager beschäftigt sind und auch die neue Identität für Derek taugt gar nichts.
Auch im Showdown wird nochmal ordentlich geprügelt und geschossen, bevor Derek an seinem Ziel ist und sich zu guter Letzt noch einen harten Fight mit Bandera liefert. Und das war es dann auch schon.
Das Budget war auch nicht das Beste und Regiesseur David DeCoteau strotzt nicht gerade vor Erfahrung oder Einfallsreichtum, schafft aber einen soliden Actionfilm mit einigen Schwächen.
Immerhin sind Optik und Sound auf ordentlichem Niveau.
Ich denke Actionfans werden den Blick nicht bereuen, der Rest wahrscheinlich schon, aber ich habe schon Schlechteres auf dem Sektor gesehen. Daher:
Gebe ich knappe 5 Punkte. ( aber nur wegen den vielen und guten Fights )