Vollkommen inkompetenter Rachequark, der offensichtlich an irgendeinem Wochenende irgendwo in der Vorstadt runtergelutscht wurde.
Die Story erbricht sich in der ach so gemeinen Rache eines bösen Mannes (klingt Bandera nicht schon fies?) an einem Polizisten, indem er Frau und Sohnemann allemacht, als er aus dem Gefängnis ausbricht. Der nimmt sich die Kleinkinderzeichnung seines Sohnes zum Vorbild, macht ein paar Nachhilfestunden bei Meister Yi, steckt sich in einem Judge-Dredd-für-Arme-Look und besorgt sich ein paar 007-Waffen, um dann als "Jaguar" alle plattzumachen.
Geschrieben hat diesen Scheiß offenbar auch der Siebenjährige, denn dieses Gemisch von Karate-Kid- und Superheldenklischees kann keinem Erwachsenen entsprungen sein. Unser herziger Rächer war dann auch Mitglied eines Spezialteams (seinem späteren Kostüm zufolge bei den Mighty Morphin Power Rangers), die in einer schlecht verhüllten Garage mit drei Computer agieren. Und sein Kumpel, der alte Waffenschmied, hat alles schon parat, was man für einen breiten Rachefeldzug so alles braucht. Allein diese Szene reicht schon für Lachkrämpfe, wenn unser Held sich besten Playmobil-Waffennahme so einfach aus dem Ärmelchen schüttelt und sein Kumpel einmal reihum auf alle verfügbaren Schränke und Schubladen zeigt.
Es gibt nach noch reichlich Marshall-Arzt-Einlagen und ein paar flotte Einschüsse, die aber auch nicht der Rede wert sind, denn unser Held heißt Maxwell Caulfield und war im Denver Clan mal Miles Colby. Gleichsam milchbärtig kommt dieser Harry dann rüber, trägt den halben Film auch noch einen schmierigen Zuhälterschnäuzer und wird fast in jeder Actionszene gedoubelt. Neben derlei Lächerlichkeiten präsentiert sich eine müde agierende Linda Blair nicht mal nackt. Mit todernstem Gesicht gespielt, da ist nichts mehr zu retten. Wanna see? Nooooo.... (2/10)