Im Allgemeinen brüsten sich die Amerikaner ja gerne mit ihren Heldenabenteuern aus dem Zweiten Weltkrieg, wovon nicht wenige Filme zeugen. Dabei werden die Einsätze der Black Panthers mehrheitlich außer Acht gelassen, welche hauptsächlich aus Afroamerikanern bestanden. Bezeichnenderweise wurden sie erst 1978 vom damaligen US-Präsident Jimmy Carter geehrt.
Belgien, Anfang 1945: Als Will und seine Kameraden von einem verlustreichen Panzereinsatz zurückkehren, sollen sie erstmals an der Seite weißer US-Soldaten kämpfen. Ausgegrenzt und allenfalls belächelt, müssen sie sich gegen eine Übermacht der Deutschen behaupten, während die Zeit gegen sie läuft…
Womöglich fand Autor und Regisseur Michael Phillip Edwards keine geeignete Produktionsschmiede und musste daher mit Asylum Vorlieb nehmen, die ja eher im Bereich Trash und Tierhorror unterwegs sind. Trotz des sichtlich geringen Budgets sehen zumindest die belgischen Winterlandschaften okay aus und auch die Panzer sind passabel gestaltet. Problematisch wird es hingegen bei etwaigen Treffern, bei denen schwache CGI zutage treten.
Allerdings gerät die ohnehin rar gesäte Action nur bedingt spannend, da sich Szenen mit Fahrern auf engem Raum mit Außenansichten abwechseln, die deutlich zu wenig Dynamik entfachen. Etwaige Taktiken bleiben oft schwammig, was speziell im Finale zu leichten Übersichtsproblemen führt.
Entsprechend sind die Anteile des Dramas weitaus griffiger gestaltet, zumal man es mit tauglichen Figurenzeichnungen und weitgehend überzeugenden Performances zu tun hat.
Zudem basieren die meisten Charaktere auf realen Personen, wobei das Intervenieren eines vermeintlichen Love Interests in einigen Situationen etwas konstruiert daherkommt. Deutlich authentischer wirkt die Stimmung innerhalb der Truppe, in welcher offen ausgetragener Rassismus nicht selten zu Konfrontationen führt.
Diese führen letztlich zu mehr Spannung als die eigentlichen Gefechte, die innerhalb der kurzen Laufzeit von knapp 85 Minuten ein wenig redundant und mit zu wenig Bombast in Szene gesetzt sind. Für reine Actionfreunde ergo nur sehr bedingt zu empfehlen, wogegen die Hintergründe der Black Panthers gegebenenfalls kleine Wissenslücken füllen können.
5,5 von 10