Dreckiger kleiner Thriller…11.11.2025
Der Rahmen
Läuft alles nicht so gut für Hank Thomas, der ein recht fades Dasein als Barkeeper fristet, nachdem seine Baseball-Karriere wegen eines Unfalls zum Stillstand gekommen ist. , Schon unschön genug, doch noch schlimmer kommt es für Hank, als sein Nachbar Russ ihn bittet, auf dessen Katze aufzupassen, weil Russ wegen seines im Sterben liegenden Vaters verreisen muß. Was Hank nicht weiß: Russ handelt mit Drogen, ist mit Lieferungen überfällig und hat Leute verärgert. Diese wiederum stehen plötzlich bei Hank vor der Tür und wollen Informationen…was dazu führt, daß Hank eine Niere einbüßt, seine Freundin ermordet wird und er selbst in immer größere Schwierigkeiten gerät. Und je länger die Sache läuft, um so mehr Personen werden hinzugezogen…jüdische Killer, bestechliche Cops…derweil Hank nur sich und die Katze in Sicherheit bringen will.
Gucken oder nicht?
Klare Empfehlung – endlich mal wieder ein ruppiger Gangsterfilm.
Warum?
Alles fängt ganz harmlos an. Hank, hervorragend verkörpert durch Austin Butler, hat einen ganz normalen Abend in der Kneipe, danach ein paar schöne Stunden mit seiner Freundin, bevor alles aus dem Ruder gerät. Das ist stimmig erzählt, wobei man von den weniger bekannten Schauplätzen in New York profitiert. Zudem tun ein paar bekannte Nasen mit, die man unter Bärten kaum erkennt…und die Geschichte ist in sich logisch, aber verzwickt genug, um den Zuseher bei Laune zu halten. Ab und an gibt es dann auch noch Action und Gewalt, nicht weichgespült, sondern lebensecht. Das alles fügt sich fein zusammen, ist nicht zu lang, nicht zu kompliziert, sondern eine hervorragende Verfilmung eines eh schon guten Thrillers. Einziger Kritikpunkt ist die schiere Übermenschlichkeit der Hauptfigur, die nur zwei Tage nach einer Nierenentnahme schon wieder Höchstleistungen vollbringt. Austin Butler zeigt hier, daß er nach seiner Rolle als Elvis durchaus eine Größe in Hollywood werden kann. Möge man ihm mehr solcher Stoffe geben, die passen zu ihm und sind in der Ruppigkeit selten geworden im Hollywood-Weichspülkino.
Die Note
Endlich mal wieder ein Film über Gangster, die wenig Gnade zeigen, dazwischen ein Mann wie Du und ich, der an einem Trauma zu knabbern hat…gute Darsteller, saubere Kamera, hervorragender Soundtrack und gesunde Härte, das ergibt zusammen einen wirklich guten Film und 9/10.