Mit "Die Blutsbrüder des gelben Drachen (1973)", bekommt man ganz großes Eastern-Kino der Shaw Brothers geboten. Nicht nur das mit Ti Lung, David Chiang und Chen Kuan-Tai, drei der größten Martial-Arts-Stars ihrer Zeit mitspielten. Man bekommt hier eine spannende und dramatische Geschichte erzählt. Es geht um Freundschaft, Loyalität und die Liebe zu einer Frau, wunderbar wird diese von der bezaubernden Ching Li dargestellt, die hier der Auslöser ist, der die Freundschaft der Weggefährten auf die Probe stellt. Der Film lässt sich Zeit für die Figuren und fesselt von der ersten bis zur letzten Minute, wo man dann im laufe der Handlung mit ansehen muss, wie die anfängliche Freundschaft der drei Hauptprotagonisten zusehends zerbricht. Natürlich gibt es auch wieder erstklassige Kung-Fu Fights zu bewundern, auch wenn die nicht im Vordergrund stehen, sondern die wunderbar und fesselnd erzählte Geschichte. Die Hauptdarsteller machen dabei ihre Sache außerordentlich gut, auch wenn ich Ti Lung mehr als Held kenne, hier ist er aber mal der Bösewicht und das sehr überzeugend. David Chiang als Rächer und Chen Kuan-Tai als das naive Opfer, haben mir auch außerordentlich gut gefallen. Regisseur Chang Cheh hat hier einen meiner Lieblingsfilme der Shaws produziert, den man schon als Eastern Fan gesehen haben sollte. Man sollte sich auch die DVD des Labels TVP zulegen, da die den Film ungeschnitten und mit der alten Kinosynchro herausgebracht haben und nicht den Fehler machen sich die vor einigen Jahren erschienene DVD des Labels MIB zuzulegen. Die gibt es zwar auch uncut, aber mit einer schlechten Neusynchro.