Typischer Cut&Paste-Film, der vermutlich von Godfrey Ho unter dem Pseudonym Victor Sears angefertigt wurde.
Wie es für Filmark International Ltd. üblich war, hat man sich eine Handvoll Laiendarsteller geschnappt, mit denen schnell ein paar Szenen gedreht und diese dann in einen anderen (hier thailändischen) Film geschnitten.
Normalerweise ist das Ergebnis auf inhaltlicher Ebene komplett sinnlos, aber hier kann man dem ohnehin fast handlungsfreien Treiben leicht folgen. Da sind ein paar Gangster, die Geiseln nehmen und einen Goldschatz suchen. Hauptdarsteller Sorapong Chatree und seine Freunde wollen die Geiseln befreien.
Das thailändische Ausgangsmaterial ist ein ultragünstig abgedrehter 3.-Welt-Actioner im Wald-und-Wiesen-Setting, in dem ein paar Typen durch die Landschaft laufen, während es alle paar Minuten zu Kloppereien oder Schießereien kommt. Die Actionszenen sind sehr kurz und erwartungsgemäß unspektakulär. Für Explosionen war kein Geld da, aber immerhin wird das Mündungsfeuer durch Rauch erkennbar gemacht, wenn es schon für Blood-Squibs nicht reicht. Ein paar blutige Momente gibt es allerdings schon, da durchspießt mal ein Holzsplitter einen Fuß oder jemand wird mit der Machete abgeschlachtet. Einfach umgesetzt, aber doch ziemlich rau. Das thailändische Ausgangsmaterial hat durchaus exploitativen Charakter, wenn die Bösewichte versuchen, drei Frauen zu vergewaltigen oder einen Gefangenen zu erschießen.
Das nachgedrehte Material macht erwartungsgemäß nur wenige Minuten Laufzeit aus und bietet ein paar Shootouts, bei denen erst im Finale mal jemand getroffen wird. Wer hier auf super lächerliche Dialoge und over-the-top-Trash hofft, wird enttäuscht. (Da wäre Golden Ninja Invasion (1987) die bessere Wahl, der auch mit Sorapong Chatree aufwartet. Nicht over-the-top, aber schon gut ) Das Material fügt sich unauffällig in den thailändischen Originalfilm ein, kann diesem allerdings nichts Gewinnbringendes beitragen.
Meistens punkten die Cut&Paste-Filmchen neben dem Trashfaktor auch mit einem bombastischen Synthie-Disco-Soundtrack, der jedes DJ-Herz höher schlagen lässt, aber hier ist das nicht so. Die Musik ist natürlich geklaut, hat aber keine Power und rauscht unauffällig im Hintergrund. (Mission Thunderbolt (1983) ist ein gutes Beispiel für Godfrey Hos DJ-Qualitäten.)
Insgesamt ist das also ein solider, aber durchgehend unspektakulärer C-Actionfilm, der keinerlei Trash-Qualitäten aufweist und erst ab der 45. Minute in Fahrt kommt. Dann häufen sich die Actionmomente und der Bodycount steigt. So actiongeladen wie der vergleichbare The Spy Inferno (1988) wird es jedoch nicht und es bleibt auch wesentlich bodenständiger als in Mad Move (1988). Daher kann man den Film ausschließlich Komplettisten empfehlen, die sich für jeden Cut&Paste-Film interessieren oder eine Schwäche für simple C-Action haben.