Review

Dass die Amis immer aufs neue auf ausergewöhnliche Ideen kommen ist unbestritten und kann daher kaum noch schocken.
Für manche Ausenstehende ist Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und für andere wiederum ist Amerika das Land der unbegrenzten Dummheit.
Letzteres trifft bei dem MTV Dauerbrenner "Jackass" gnadenlos zu.

Nun aber schießt ein neuer Film den Vogel ab. Denn das da Gezeigte zeugt nicht nur von unvorstellbarer Dummheit, sondern zudem auch von einer unbeschreiblichen Perversion, Demütigung und Unverschämtheit, deren Gleichen ich bislang noch nicht gesehen habe und wovon ich bis zum heutigen Tag nicht geahnt hatte, dass es soetwas geben könnte.

Vor laufender Kamera werden Obdachlose, im Film unentwegt "Penner" genannt, aufs Äußerste gedemütigt. Und zwar nicht auf verbale Art, sondern sie werden in ihrer ganzen Person angegriffen und die Macher nutzen die schlechte Position gesellschaftliche Randgruppe scharmlos aus um ihre Millionen zu scheffeln.

"Bumfights", ein Titel der gar nicht oft genug erwähnt werden kann, damit er sich in den Hirnen normalgebliebener Menschen, zwecks der Abneigung, fest verankert.
In "Bumfights" werden Bewohner der Straße, sprich Obdachlose, aufgrund ihrer gesellschaftliche Stellung und der Abscheu der Macher, ihnen gegenüber, angagiert und für wenig Geld dazu überredet Dinge zu tun, die noch bescheuerter und schmerzvoller als die von "Jackass" sind. Zudem handelt es sich dabei meist um mehr als nur um ein Kavalierdelikt. Dem obendrein ist anzumerken, dass "Bumfights" für die Akteure weniger rentabel ist, als MTV's "I Bet You Will".
Bei fast vollem Bewusstsein werden den Obdachlosen Zähne aus dem Mund gezogen, oder sie rennen sich an der nächsten Wand die Birne ein.
Aber auch Schlägereien, Diebstahl und andere kleinere Verbrechen, wie das knacken von Automobilen, sind stark beliebt.
Einzig Morde und Vergewaltigungen scheinen in "Bumfights" noch keinen Verwendungszweck gefunden zu haben.

Es tut mir Leid, aber ich kann dem Ganzen schonmal null abgewinnen, da es eine bodenlose Frechheit und stellenweise richtig widerlich ist. Hinzukommt noch, dass bei dem sogenannten Spass auch außenstehende Bürger stark betroffen sein können, wenn ihr Wagen beispielsweise den geldbedürftigen Akteuren des Films als Objekt zum Zerstören vorgesetzt wird.
Wenn die Macher gerne Dinge zerstört sehen, dann sollen sie diese gefälligst selbst bezahlt haben und selbst Hand anlegen und nicht irgendwelche ahnungslosen Obdachlosen mit einer Flasche Wodka den Verstand und die Vernunft rauben und bei deren wahllosen Randaleakten die Kamera draufhalten.

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