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Mal wieder ein schnell vergessener Action-Quickie von Prime. Dachte, die hätten nach Citadel dazugelernt. Denn ähnlich wie das Big-Budget-Pendant, ist auch diese südkoreanische Variante ein großes aufgeblasenes Nichts. Einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Actionfreund aber nicht absprechen, auch optisch ist die Serie gelungen. Für knappe 6 Sterne reichts also.

Problem ist die bescheidene Story mit ihren Klischeefiguren, in dem die Gehirnnerven so überhaupt nicht angeregt werden. Von einer Agentengeschichte erwarte ich dann ja schon etwas Komplexität oder überraschende Wendungen. Aber davon existiert rein gar nichts, es geht einzig und allein darum, eine Ballerei oder Verfolgungsjagd nach der nächsten zu inszenieren. Auch schauspielerisch war das wenig überzeugend, die ganze Serie ist absolute Standards-Konfektionsware, die trotz offenem Ende keine Fortsetzung braucht.

Held der Geschichte ist David, der vor vielen Jahren einen privaten Geheimdienst gegründet hat, nach dem Verrat seiner Partnerin aber seinen Tod vorgetäuscht hat und untergetaucht ist. Nun -9 Jahre später- versucht er, seine inzwischen zur Profikillerin dieser Organisation herangewachsene Tochter aus den Klauen des Bösen zu befreien. Die alte Partnerin regiert matriarchalisch den Geheimdienst und will den Totgeglaubten unter der Erde sehen, zur Not auch die wie die eigene Tochter aufgezogene Profikillerin. Als Papa und Tochter erkennen, dass man nicht ewig wegrennen kann, manipulieren sie den Sohn der Bösewichtin, damit der das Imperium zu Fall bringt. 

Wäre ja wenigstens eine nette Pointe gewesen, wenn z.B. David am Ende alle umbringt, um selbst den Dienst zu übernehmen. Aber der ist einfach nur Gutmensch  Gähn. Und die Böswichtin und ihr Sohn sind lächerlich portraitiert. Action gibts zwar viel, aber eine gescheite Handlung wäre mir lieber gewesen. Wenigstens handwerklich gut umgesetzt.

Fazit: Standard-Konfektionsware mit schwacher Story! Knappe 6!

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