Verlier' nicht den Kopf, MCU!
In den vier Episoden von „Marvel Zombies“ wird an die „Zombie-Folge“ von „What If?“ angeschlossen, wo eine Paralleldimension des uns bekannten MCU von Zombies überrannt wurde und nur wenige Helden in einer untoten Endzeit um's Überleben kämpfen…
Nights of the Undead Marvels
„Marvel Zombies“ wirkt wie zwischen „Teen Titans“, „The Walking Dead“ und „Solo Leveling“, öffnet für Marvel definitiv neue Türen und probiert endlich mal rigoros etwas aus. Ohne wirkliche Kompromisse oder Halbgarheiten. Und das hat mir Spaß gemacht! Es sind nicht alle Figuren super liebenswert oder toll getroffen. Richtig um sie bangen tut man nicht. Die Fallhöhe ist maximal reduziert. Es sind nur vier Folgen, nichtmal zwei Stunden. Und das Ende ist mir etwas zu offen, vage, unbefriedigend. Aber ein gutes, rundes Gefühl bleibt. Es splattert, es knallt, es gibt epische Fights und Locations (z.B. ein Massenbrawl im Raft). Und die Gefahr für diese Welt ist definitiv spürbar. Nicht alles ergibt Sinn. Nicht immer wird sich genug Zeit für ruhige Momente genommen. Und nicht immer ist das auf allerhöchstem Level gezeichnet (aber auch nie hässlich!). Und trotzdem fühlt es sich frisch und aufbrausend genug an, um das ganz locker-flockig wegzubingen. Eine blutige und brachiale Weltenvariation ins Extrem getrieben. Vor allem die gänzlich fehlende Plotrüstung ist lobenswert. Selbst wenn dieser Aspekt vom Ende etwas unterlaufen oder gar angeknackst wird.
Fazit: Wenig Fallhöhe, wenig Plotrüstung, wenig Realität. Viel Action, viele Helden, viele Tote, viel Tempo, viele Zombies, viele offene Fragen, viel Bombast, viel Spaß! (7,5/10)