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Bei ihrer dritten Zusammenarbeit konnten sich die Autoren Terence Krey (Regisseur) und Christine Nyland (Hauptrolle) offenbar nicht so recht zwischen Drama mit Schwerpunkt Vergangenheitsbewältigung und Hexengedöns entscheiden. Ihr Werk krankt nicht nur am fehlenden Tempo.

Rund zehn Jahre nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Jess (Nyland) in die Kleinstadt ihrer Kindheit zurück und kommt bei ihrem Vater (Larry Fessenden) unter. Zufällig trifft sie auf ihre ehemals beste Freundin Alana (McLean Peterson), die sich im Gegensatz zu Jess immer noch mit Hexenmagie beschäftigt. Alana überredet Jess zu einem schwarzmagischen Ritual, doch dabei geht etwas schief…

Das mit geringen finanziellen Mitteln produzierte Werk kommt mit sehr wenigen Darstellern und genauso wenigen Schauplätzen aus: Zwei Wohnungen, ein Waldstück mit Altar (übereinander gestapelte Steine), eine Bibliothek und ein Vorgarten. Nichts, was eine unheilvolle Atmosphäre schürt oder gar aufwendige Effekte einbindet. Mal abgesehen von einem okay in Szene gesetzten Funkenflug während eines Hexentanzes mit zwei erahnbaren Figuren.

Zwar deutet sich bei den ehemals besten Freundinnen anfangs ein wenig Konfliktpotenzial an, doch dies löst sich rasch in Wohlgefallen auf und es dauert eine geschlagene halbe Stunde, bis es zum schicksalsträchtigen Ritual kommt. Dieses ist mit Kerzen, getrockneten Kräutern und irgendwelchen Bannsprüchen derart oberflächlich aufgezogen, dass selbst eine Hexe Schrumpeldei nur gelangweilt darüber feixen würde. 

Da beide jungen Damen ihre Päckchen mit sich herumtragen, ist die Stimmung latent bedrückend. Doch tiefsinnige Gespräche finden kaum statt, den Dialogen mangelt es an Authentizität und Themen wie Schuld, Verlustbewältigung und Vergebung werden lediglich angerissen. Schlimmer ist es hingegen um die übersinnliche Komponente bestellt, denn da kommt man kaum über bloße Behauptungen hinaus. Der erwähnte Sündenfresser tritt nie in Erscheinung und auch der Gewaltgehalt hält sich bis auf harmlose Fleischwunden deutlich zurück.

Darstellerisch schneidet Alanas namenlose Katze am besten ab, dahinter folgt ein gelangweilter Larry Fessenden. Der Score klingt zwar leidlich bemüht, doch auf Dauer ist er so eindimensional wie das lahme Treiben, dem es an Substanz, Spannung und Überraschungen mangelt.
2,5 von 10  

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