Review

Grau und grausam

Sicht- und spürbar aus dem argentinischen "What the Waters Left Behind"-Dunstkreis kommt "Play Dead", ein hardcore Backwoods-Torture Porn-Snippet, das versucht aus einer Szene und Sequenz in anderen Folterkellerfilmen einen ganzen Film zu machen... Wenig überraschend ohne echten Erfolg. "Play Dead" erzählt aus dem leichenvollen Keller eines kräftigen Leatherface-Verschnitts und wie eine junge Frau versucht sich tot zu stellen und ultimativ zu entkommen. That's it. Das ist der ganze Film. Puh...

"Play Dead" ist atmosphärisch und angespannt. Für 15 Minuten. Maximal. Danach ist die Luft aus Konzept und Inszenierung raus. Ein paar Goreausschläge gibt's noch. Doch ansonsten ist das edgelordiger Magerquark, der selbst Mitte der 00er zu wenig gewesen wäre, vom Zeitgeist aber sicher damals besser gepasst hätte. Wir erfahren nichts über die Opfer. Wir erfahren nichts über den Täter. Die Farbpalette ist monotoner als ein Monolog von Martin Schneider. Resolut, rabiat, konsequent. Das muss man ihm lassen. Alles hoffnungslos, spaßbefreit, immergleich. Ein Kellerkind ohne Alleinstellungsmerkmal. Ein Fragment eines Films. Keine Glanzleistung, um es noch freundlich auszudrücken...

Fazit: Ein sehr mageres und monotones Kellergekröse und -gematsche... Fühlt sich selbst mit kompakten 70 Minuten viel zu gleich und redundant an. Eher eine Gorefingerübung. Nichts für einen Langfilm.

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