Review

Miniserie (3 Folgen) - 3,5/10

Miniserie

Vampirismus als Gegengift

In dieser dreiteiligen Miniserie - mit Betonung auf "Mini", da die drei Episoden zusammen gerade mal auf etwas unter eine Stunde Laufzeit kommen! - folgen wir einer Gruppe Vampirinnen durch die Jahrhunderte - und somit durch menschliche Pandemien, Kriege und andere Krankheiten, die auch die Existenz der Vampire bedrohen...

Ja ist denn schon Karneval?!

Eduardo Casanova hat schon ein paar skurrile und weirde Genrefilme abgeliefert - mit dieser künstlichen "Miniserie" schießt er für meinen Geschmack aber deutlich über's Ziel hinaus. Beziehungsweise bin ich mir hier gar nicht sicher, ob er überhaupt ein Ziel samt klarer Vision hatte... Ich mag hier das Vampir-Makeup, das mich etwas an "Hexen hexen" erinnert. Und trotz der vielen Pastellfarben ist der Humor tiefschwarz. Außerdem sind die Themen in einem bisher am ehesten pandemiegeprägten Jahrzehnt wie diesem nicht uninteressant oder dumm,  die Zeitsprünge geben immerhin Abwechslung. Und trotzdem ist das eine kack "Serie", pardon my french, ich kann's nicht anders sagen. Philosophisch abgehoben, gesellschaftlich verblendet, spannungstechnisch arm, charakterlich schwach, stilistisch redundant, überraschend blutleer. Drei Episoden Verschwendung von Lebenssaft und Lebenszeit. Zwischen Manifest und Kunstinstallation. Von enorm niedrigem Unterhaltungswert. Nervtötend. Ziellos. Grell. Jess Franco dreht sich im Grab.

Was wir in den pastellfarbenen Schatten machen

Fazit: Top Ausstattung, nette Denkanstöße, kurze Laufzeit, pfeilschnelle Dialoge, bizarre Atmosphäre, unberechenbare Stilwechsel... Trotzdem eine sehr artifizielle, selbstverliebte und für mich schlicht nervige "Serie". (3,5/10)

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