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Gute B-Actionfilme sind doch relativ selten. "Back in Action", Jahrgang 1994, gehört zumindest zur gehobenen Klasse dieser Gattung. Geboten wird eine altbekannte Story um ein schlagfertiges Buddy-Duo, fiese Gangster, Drogen und schlussendlich selbstverständlich das Kidnapping der holden Weiblichkeiten. Innovation und Spannung sollte man also schonmal nicht erwarten aber das ist in diesem Genre auch keine Vorraussetzung für einen guten Film. "Back in Action" startet sehr ansehlich mit einer stimmungsvoll inszenierten Ballerrei auf einem Friedhof. Zeitlupen und blutige Einschüsse sind natürlich ebenso mitdabei, wie so manche fiese Nahkampfaktion. Zwar fehlt dem finalen Schnitt meiner Meinung nach noch hier und da etwas der letzte Schliff aber was solls.
Ein wirklich gelungener Auftakt, aber im folgenden schaltet "Back in Action" erstmal zwei Gänge runter. Bis zum brachialen Finale gibts nur kleinere Konfrontationen und in der Hauptsache 0815-Ermittlungsarbeit des mehr oder weniger funktionierenden Buddy-Duos Roddy Piper/Billy Blanks. Schwachpunkt hierbei ist defintiv Letztgenannter: Schauspielerische Fähigkeiten sind schlicht nicht vorhanden und so wirkt auch so mancher anspruchsloser Spruch in Ermangelung jeden Talents einfach nur peinlich und äußerst gekünstelt. Immerhin kann Kickbox-Champ Blanks ordentlich austeilen und dafür bekommt er einige Gelegenheiten geboten. Roddy Piper wirkt insgesamt deutlich routinierter und rettet den Film mit seiner schroffen Art in schauspielerischer Hinsicht ins gesicherte Mittelmaß. Die klischeehaften Gangsterrollen sind bestenfalls unter "ferner liefen" zu nennen, absolut nichts besonderes.

Zum Ende hin zieht das Tempo glücklicherweise wieder an und es gibt einen absolut sehenswerten Showdown an Bord eines vor Anker liegenden Frachters serviert. Blutigste Zeitlupeneinschüsse - natürlich in Zeitlupe -, sehenswerte Explosionen und brutale Hiebe lassen das Herz eines jeden Actionfans wieder höher schlagen und den Film zu einem versöhnlichen Abschluss kommen. Schade, daß der Story die Ideen fehlen und die Darstellerleistungen hier und da zu wünschen übrig lassen.
Fazit: Hirn beiseite legen und berieseln lassen. CGI-freie, routiniert (aber nicht perfekt) in Szene gesetzte B-Action der 90er ist doch immer wieder gerne im heimischen DVD-Player gesehen...

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