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Am 19. Juli 1989 sollte der United Airlines Flight 232 vom Stapleton International Airport in Denver, Colorado zum O'Hare International Airport in Chicago gehen und von dort aus weiter zum Philadelphia International Airport gehen. Doch schon bald nach dem Start viel der Heckmotor aus und die Maschine mit insgesamt 296 Insassen musste in Sioux City, Iowa Not gelandet werden, ohne das die Crew Kontrolle über die Maschine hatte.

Die Geschichte von Flug 232 wird in diesem Fernsehfilm, 3 Jahre nach dem Absturz, sehr genau nachgestellt, teils sogar mit originalen Aufnahmen des damaligen Unglücks. Was ich dabei sehr schätze ist einerseits der konsequente Versuch die Geschehnisse und Abläufe authentisch darzustellen, ber vor allem das man auf die üblichen reißerischen Geschichten für die Tränendrüse verzichtet. Die Passagiere sind wirklich nur Passagiere und belästigen den Zuschauer nicht mit ihren ach so herzergereifenden Hintergrundgeschichtchen.
Die Geschichte wird dabei aufgeteilt auf die Ereignisse an Bord und der Crew am Boden. Die Bodenmannschaft wird zunächst mit realistischen Trainigsszenarios gedrillt. Die Leiter der Feuerwehr und des privaten Hilfsdienstes dürfen sich dabei ein wenig um die Rolle des Alphamännchens streiten, aber neben den kleineren Ausflügen ins Soap Gefilde wird auch hier auf Realismus gesetzt. Teilweise könnte man Flug 232 oft sogar als Doku mit Spielfilmformat sehen.
Mir gefällt dieser nüchterne Stil allerdings recht gut. Unterstützt wird das Ganze noch von einer Riege an routinierten Darstellern, bei denen nicht mal John Boy Walton die geballte Erfahrung gefährdet. Der Aufwand an Mensch und Material ist für einen TV-Film ebenso recht groß ausgefallen, unterstützt natürlich von den lokalen Notrufeinheiten und Bewohnern vor Ort. Was bis heute immer noch schier unglaublich ist, ist de hohe Zahl der Ürberlebenden. Ging man nach Ansicht des Crashes noch von einer glatten null aus, blieben doch tatsächlich etwa zwei Drittel der Menschen am Leben, auch natürlich dank der Einsatzkräfte vor Ort. Da überreizt der Film am Ende zwar beinahe seine Pathos-Toleranz und die Kitsch-Grenze, bleibt aber am Ende noch ein solider Katastrophenfilm, der auf die sonst üblichen Melodrams weitgehend verzichtet.
6/10 

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