iHaveCNit: One Battle After Another (2025) – Paul Thomas Anderson – Warner
Deutscher Kinostart: 25.09.2025
gesehen am 29.09.2025
Kinopolis MTZ – Kino 5 – Reihe 13, Platz 10 – 20:15 Uhr
Bob Ferguson ist Bestandteil der Aktivistengruppe French75, die linksradikale, heikle Aktionen plant und durchzieht. Dort ist er auch in einer Beziehung mit der Aktivistin Perfidia. Als die Gruppe ein Internierungscamp der amerikanischen ICE-Behörde stürmt und die Deportation vieler „illegaler“ Migranten verhindert, treffen sie auch auf Colonel Lockjaw, der sich nicht so gerne die Butter vom Brot nimmt und in einer Zeit Jagd auf die Gruppe macht, in der auch Bob und Perfidia Eltern werden, bis die Gruppe zerschlagen wird und Bob mitsamt der Tochter Willa untertaucht, während Perfidia spurlos verschwindet. Noch ahnt Bob nicht, dass Lockjaw viele Jahre später wieder einen Grund finden wird, dass sich deren Wege kreuzen sollen.
Der neue Film von Paul Thomas Anderson mit unter anderem Leonardo DiCaprio und Sean Penn gehört für mich zu einem der Highlights des Jahres. „One Battle After Another“ wirkt mit seiner Geschichte sehr originell, erfrischend und politisch durchaus brandaktuell mit diversen, in den Film eingebetteten Thematiken und den Milieus, die hier präsentiert werden. Aus meiner eigenen politischen Einstellung heraus konnte ich auch eine gewisse Verbindung mit dem Film aufbauen, so dass auch ich mich dazu hinreißen möchte, zu sagen, dass die Revolution leben soll. Der Film ist eine großartige Mischung aus gesellschaftskritischer Satire, Actionthriller und Familiendrama geworden. Neben einer interessanten Familiengeschichte, bei der auch die Rollen erfrischend anderes verteilt sind, ist der Film auch ein Duell zwischen zwei Männern, bei denen die wohl eindruckvollste Performance bei Sean Penns Lockjaw geboten wird. Seine Antagonistenrolle füllt Penn absolut großartig aus, von der allgemeinen Erscheinung bishin zu feinsten Nuancen und auch einer gewissen Portion skurriler Absurditäten kann ich mir vorstellen, dass Penn damit in der kommenden Award-Saison sogar eine Rolle spielen könnte. Die dynamische Inszenierung des Films sorgt dafür, dass selbst das Eltern werden, elterliche Verantwortung und auch die eher ruhigeren Passagen sehr rasant wirken und die über 160 Minuten für mich wie im Flug vergangen sind und auch die Spannungsschraube gegen Ende hin mit der Action einfach mitreißend ist. Dazu kommt für mich auch die unterhaltsame Note des absoluten Fiebertraums eines Films dazu, die den Film für mich eines der Highlights im Jahr machen.
„One Battle After Another“ - My First Look – 10/10 Punkte