iHaveCNit: Tron: Ares (1988) – Joachim Rønning – Walt Disney
Deutscher Kinostart: 09.10.2025
gesehen am 10.10.2025 in 3D Dolby Atmos
Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 8, Platz 8 – 20:00 Uhr
Jahre nachdem Sam Flynn die Leitung von Encom von seinem Vater Kevin übernommen hat, hat er sich von der Leitung zurückgezogen und die Führung an die Schwestern Tess und Eve Kim übergeben, von denen Eve nach einem Schicksalsschlag die alleinige Führung von Encom übernimmt. Genau wie Encom forscht auch der große Industriekonkurrenz Dillinger nach Wegen, die Errungenschaften des Rasters für die Welt nutzbar zu machen, doch beide stoßen hier an Grenzen, die nur durch einen speziellen Code gelöst werden können. Während Dillinger diese Technologie vor allem für Kampfzwecke im virtuellen und realen Raum nutzen möchte und dafür das Ares-Projekt gelauncht hat, schafft es Eve Kim den speziellen Code zu lösen, was sie fortan zur Zielscheibe von Dillinger und dem Ares-Projekt macht, wo ausgerechnet der Kopf dieser Einheit namens Ares schrittweise anfängt seine Mission zu hinterfragen.
„Tron“ ist ein kultiges Sci-Fi-Märchen in den 80ern geworden, das mit seiner Visualität etwas einzigartiges geschaffen hat und sich durchaus dem Thema der Visualisierung von virtuellen Welten gewidmet hat. Die Fortsetzung von Joseph Kosinski in 2010 hat in der noch frischen Phase nach Einführung der 3D-Technologie und den neuen visuellen Möglichkeiten des Kinos ebenfalls in gewisser Art und Weise Maßstäbe setzen können. So sind die Fußstapfen, in die nun Regisseur Joachim Rønning tritt groß, wenn er mit „Tron: Ares“ den neuen Teil in die Kinos bringt. Dennoch ist auch „Tron: Ares“ audiovisuelle eine Wucht, die mich mit den Effekten und auch der Musik überzeugen konnte, die von den Nine Inch Nails kommt – obwohl man auch einfach hätte Trent Reznor und Atticus Ross sagen können, die damit einen durchaus stimmigen Job machen, sich sowohl am Sound von Daft Punk zu orientieren als auch eine gewisse eigene Identität zu schaffen. Thematisch und von seiner Story her wird der Film mit seiner visuellen Darstellung und Einbindung von KI und Cybersecurity eben eher schön Gängiges und Bekanntes bedienen. Auch dieser Konkurrenzkampf zwischen Encom und Dillinger ist das klassische Gut gegen Böse-Schema. Interessant jedoch ist die Selbstfindung einer lernenden KI, die zur Schlüsselfigur inmitten des Konkurrenzkampfes wird und bei dem es durchaus ankommen wird, wie man persönlich zum Schauspiel eine Jared Letos steht. Ich stehe hier durchaus zwischen dem neutralen und positiven Lager. Genau wie dem Film gegenüber !
„Tron: Ares“ - My First Look – 7/10 Punkte