Review

Goin' Oldschool

Gus Van Sant war lange nicht mehr in so bestechender Form wie bei "Dead Man's Wire", wenn wir in dem altmodischen und sich doch ultrafrisch anfühlenden Thriller im 70er-Ambiente einem ganz besonderen, persönlichen "Raub" folgen, der sich nicht wirklich um Geld dreht...

Ein frischer staubiger Wind

"Dead Man's Wire" ist alles andere als dein ganz normaler Heimkinodienstag. Altmodisch, flott, schwarzhumorig, spannend. Porentief cool. Mit klasse Darstellern durch die Bank, mit treffendem Zeitkolorit, mit einer wahnsinnig angespannten Ausgangslage und mit lässigster Musik. Gegensätze ziehen sich an. Hier passt echt eine Menge. Früher wäre das einer dieser Geheimtipps gewesen, die man zufällig in die Sammlung bekommen hätte durch eine "4 kaufen, 3 zahlen"-Aktion. Heutzutage muss sich diese Mundpropaganda etwas anders entwickeln. Aber ich hoffe er schafft das. Verdient wär's. "Falling Down" meets "Mafia III". Dacre Montgomery kriegt ein besonderes Lob, da er sich scheinbar nicht auf seinem "Stranger Things"-Sexikonenstatus ausruht. Alles andere als das. 

Dark Day Afternoon

Fazit: Zwischen den Coens, Fincher und Lumet... Ein Heistkrimi wie kein Anderer (momentan)! Und Skarsgard ist selbstredend große Klasse. Love him, love it! 

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