Review

Was soll man zu dem Film noch sagen?
Wenn man das Cover gesehen hat, und mit einem intelligenten Film rechnet, ist man selbst schuld. Wer dagegen völlig chaotischen Hau-drauf-Humor (wortwörtlich) mag, wird ihn lieben.
Höhepunkte des Films sind die zünftigen Prügeleien zwischen Eddie und Richie, die bis über die Schmerzgrene hinaus übertrieben und herrlich grotesk sind (Stichworte: Bleistift und Feuerlöscher).
Nach etwa der Hälfte wird es aber doch zuviel und das Tempo kann nicht mehr gehalten werden. Trotzdem bleiben immer noch fiese Gags und böse Sprüche, über die man lachen kann, wenn Richie z.B. einem kleinen Jungen eine Schnapsflasche reicht, mit den Worten: „Damit bleibt alles schön verschwommen.“
Gegen Ende kommt es dann durch verdorbenen Fisch zu einem „Showdown“, ähnlich der Kurzgeschichte in der Stephen King Verfilmung Stand by me. Es wird an allen Ecken und Enden grüne, Erbsensuppeähnliche Masse gekotzt, was den Bogen dann doch leicht überspannt. Dieser Gag wird bis an die Ekelgrenze getrieben, bis zum letzten ausgekostet und dann kommt noch ein Typ und setzt noch einen drauf.
„Special Effects“ wie die ausgeleierten Wangen bei einem Typ entlarvt zwar auch der unbedarfteste Zuschauer sofort als Latexmaske, aber hier wirken sie so herrlich zeichentrickhaft und übertrieben, das man aus dem Lachen nicht mehr herauskommt.
Als Fazit kann ich sagen, das man einen gewissen Vorrat an alkoholischen Getränken und ein paar Kumpels heranschaffen sollte, um sich so bald wie möglich „Guest House Paradiso“ zu geben.
7 von 10 Punkten, zwei davon allein für die geniale „Kerze-in-das-Auge-Szene“, bei der ich heute (3 Wochen, nachdem ihn den Film gesehen habe) immer noch lachen muss wenn ich nur daran denke.

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