Review


Subtil wie eine mannshohe Kugel Erbrochenes


Hier kann man nur in Superlativen stammeln und keuchen, der Film ist so eine Art Clever & Smart, Benny Hill und M. Phyton gemeinsam auf Speed und meist so subtil wie ein voll zugedrückter Nussknacker ums Skrotum, wie ein rollende, mannshohe Kugel Erbrochenes, die alles unter sich begräbt. Wie schon bei Ade Edmondsons und Rik Mayalls „Bottom“-Serie und den "Bottom stage shows" wird hier anarchistischer Humor bei vollem Körpereinsatz gebracht, der keine Zote auslässt. Wo eine Eindeutigkeit möglich ist, wird die Zweideutigkeit immer verworfen.

Von der Proll-Kultur vieler zeitgenössischer Komödien unterscheidet sich dieser Film aber spürbar doch, dafür arbeiten die beiden Briten viel zu wenig nachlässig, oftmals schimmern süffisante Hintergründigkeiten durch und man parliert auch mal im elaborierten Code.

Ach ja, es geht um ein heruntergekommenes Hotel, direkt neben einem Atomkraftwerk, bei dem die wenigen Gäste,  u.a. Vincent Cassel („Irreversibel“, „Pakt der Wölfe“) und Simon Pegg („Shawn Of The Dead“), mit allen Kräften ausgeplündert, ausspioniert, begafft, schikaniert und im weiteren Verlauf auch unfreiwillig vergiftet werden. Allein schon Mayalls bizarre, schnöselige Mimik ist immer wieder gülden.

In Gedenken an Rik Mayall, Träger der zu weit hochgezogenen Unterhose, der am 09. Juni 2014 im Alter von 56 verstorben ist. 

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