Der Netflix Film, der der Gegenentwurf eines Netflix Films ist. Weder schnell noch von hässlicher Optik noch für Leute mit niedriger Aufmerksamkeitsspanne geeignet. Mit seinen eindrucksvollen Bildern für absolut die große Leinwand gemacht, mit seinem Tempo gefühlt eine Literaturverfilmung von vor 2000, mit seiner Wirkung etwas für Zuschauer mit mindestens einem Rest von Anspruch und Gefühl. Die richtige Wahl für einen aufwühlenden Tag, die hypnotisch-beruhigende Art erinnert fast an einen Terrence Malick, ohne einen mit bedeutungsschwangeren Phrasen anzuöden. Show don't tell, wir sehen und fühlen das Glück und das Unglück eines Mannes, sowie die Leere, die ein Verlust erzeugen kann. Ein Leben nach dem Leben sozusagen, oder eher ein Existieren. So wird aus einem beruhigenden Film ein wahnsinnig trauriger, ohne aber auf die Tränendrüsen zu drücken und unangenehm aufzuwühlen. Ein Blick auf das Leben mit seinen Höhen und Tiefen, das Schicksal, das ist wie es ist und so genommen werden muss.