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Ein kontroverser Priester ist ums Leben gekommen, ermordet mitten im Gottesdienst, in einer kleinen, unzugänglichen Kammer – ein „unmögliches Verbrechen“ und damit ein Leckerbissen für Meisterdetektiv Benoit Blanc. 

Es ist seit 2020 der dritte Blanc-Fall, den Autor und Regisseur Rian Johnson inszeniert und es ist der erste rundweg gelungene Film der Reihe. Das liegt nicht am Cast, der war bereits in den bisherigen Teilen top besetzt und in größter Spiellaune. Es liegt einzig und allein am Drehbuch. 

Klar, auch dieser Fall ist voller falscher Fährten und rückblickend komplett durchkonstruiert. Doch dieses Mal gibt es deutlich weniger hanebüchene Zufälle, abstruse Motive und Ideen. Selbst Daniel Craig scheint seinen merkwürdigen US-Akzent in den Griff bekommen zu haben. 

Der Film ist atmosphärisch, spannend und witzig, die Darsteller agieren zurückhaltend und ihren Rollen angemessen und die Story ist erstens clever und zweitens so verwinkelt, dass selbst erfahrene Mysterygucker noch mit einem Aha-Erlebnis belohnt werden. 

Fazit: Keine filmische Offenbarung, aber doch endlich ein würdiger Nachfolger für die alten Agatha Christie-Filme der 70er und 80er, an denen sich auch Kenneth Branagh in den letzten Jahren so vergeblich abmühte. Bitte so weitermachen, Monsieurs Blanc und Johnson!

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