kurz angerissen
Kein Puzzle wie das andere. Das ist die Erfolgsformel der Knives-Out-Reihe, die zum dritten Mal in Folge völlig neue Settings beackert, neue Schlussfolgerungen ableitet, neue Kippbilder konstruiert, oder, wie in diesem Fall, Buntglasmosaike einsetzt – und ihr Niveau dabei durchgehend bewahrt. Die Kirche hat in Bezug auf die Anliegen dieser Murder-Mystery-Reihe die Spendierhosen an und geizt als Motiv nicht mit Angriffspunkten. Geheimgänge, doppelte Böden und symbolische Verschlüsselungen sind nur allzu dankbare Instrumente, die nicht ohne Bezug zur aktuellen Politik und Religion für ein artistisches Kunststück des Whodunit eingesetzt werden, das man ob der Scheinkomplexität der sich überschlagenden Ereignisse beinahe schon zum Whodidwhat taufen muss. Stark mal wieder die hochkarätigen Neuzugänge, die mit dem neuen Einsatzgebiet einhergehen; die einzige Konstante bleibt hingegen Daniel Craig. Ein Fels in der Brandung, den man schon jetzt nicht mehr ausschließlich mit James Bond assoziieren kann. Benoit Blanc hat er sich mindestens ebenso sehr zu eigen gemacht.