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28 Ois Later

Regisseur Zak Hilditch findet's scheinbar interessant, wenn die Welt oder zumindest sein Australien untergeht. Während in seinem bockstarken „These Final Hours“ 2013 noch ein Komet der Erde den Todesstoß gab, sind's in seinem neuesten Streich „We Bury The Dead“ Zombies bzw. wiedergekehrte Tote (nach einem mysteriösen Waffentest!), von denen die tasmanische Insel Down Under befreit werden muss. Und dabei folgen wir einer zielsicheren Frau auf einen Roadtrip durch das ausgelöschte Gebiet, weil sie noch eine offene Rechnung mit ihrem (wahrscheinlich toten) Mann hat… 

Tasmanische Teufel

Um aus dem Zombiesubgenre herauszustechen, muss man sich besonders kreativ anstrengen. Oder hart. Oder exotisch. Oder alles zusammen. Und das schafft „We Bury The Dead“ dann leider nur in fein-fiesen Details, nicht im großen Ganzen. Die brennenden, australischen Weiten und Landschaften zwischen Himmel und Hölle, eine engagierte und glaubhafte Daisy Ridley, ein bitterböses Zombiedesign (das mich fast etwas an Fulci erinnert hat!) und einige schwarzhumorige Momente lassen „We Bury The Dead“ definitiv nicht gänzlich in der untoten Masse untergehen. Er hat dieses australische Outback-Rebellen-Feeling schon irgendwo in sich. Aber es fehlt dann doch das gewisse Etwas, die Dringlichkeit im Gesamten, um mich wirklich zu überzeugen oder von mir gerne öfters gesehen zu werden. Ohne Untertitel ist das zudem teils schwer zu verstehen. Und die finalen Momente ließen mich persönlich eher die Augenbrauen hochziehen, sind mindestens polarisierend. „We Bury The Dead“ als Ganzes ist das nicht - denn er tut weder weh noch lässt er einen jubeln. Er macht einfach seinen Job, recht stabil und schwitzig. 

Und sie kriegen die Zähne einfach nicht auseinander…

Fazit: die schönen Landschaften Tasmaniens, eine tolle Daisy Ridley und das verdammt fiese Zombiedesign (inklusive Next-Level-Zähneknirschen!) heben „We Bury the Dead“ etwas aus der untoten Masse hervor. Aber das sind eher Details als das große Ganze… 

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