Handling the Dead
Die USA haben es mal wieder geschafft: Eine experimentelle Bombe wurde in Tasmanien „versehentlich“ gezündet und hat mal eben die komplette Bevölkerung durch einen elektromagnetischen Impuls ausgelöscht. Die gute Nachricht: Einige der Opfer kommen ins Leben zurück. Die schlechte Nachricht: nun ja.
Ava (Daisy Ridley) lässt sich als Freiwillige zur „Body Retrieval Unit“ einteilen, denn ihr Mann ist höchstwahrscheinlich unter den Opfern. Während die Militärs bei den Säuberungsaktionen mit den „Rückkehrern“ kurzen Prozess machen, hofft Ava auf Zeichen menschlicher Intelligenz unter den permanent zähneknirschenden Toten.
Der Zombiefilm als Trauerarbeit – das ist inzwischen ein bekanntes Motiv, von MAGGIE (2015) bis HANDLING THE UNDEAD (2024). Der Film von Zak Hilditch (THESE FINAL DAYS) wählt ein angemessenes Tempo dafür. Zwar gibt es ein paar wenige unheimliche und auch spannende Szenen, doch der Grundtenor hier ist elegisch, getragen, düster und die Story läuft recht geradlinig auf ein wenig überraschendes Ende zu.
Anrechnen kann man dem Film jedoch, dass er eine in seinem Genre seltene Form von Humanismus bei den lebenden Toten aufzeigt. Auch die Needledrops von PJ Harvey über Can bis Metric sind geschmackssicher gesetzt und die Bilder zum Teil wirklich eindrucksvoll. Allein – es passiert zu wenig Neues oder Interessantes, um diesen Film wirklich aus der Masse hervorstechen zu lassen.