Letten bis zur Erektion gequält
„Dog of God“ ist eine archaisch-animierte Orgie und dürfte eine der versauteren Oscareinreichung seit langem sein. Der erigierte Lettenhammer! Ein klerikkritsches Urfeuer! Über Hexen, Hintern und Hohepriester im abergläubischen Lykantrophenlettland, zwischen „Heavy Metal“ und notgeilem LSD-Trip…
Der goldene Kalbshund
Was für ein lettisch-lustvoller Querschläger! Da wird Jesus am Kreuze rot - und das nicht aufgrund der Dornenkrone… „Dog of God“ ist ein Frontalangriff auf die Sinne und jegliche „private parts“. Danach muss man unbedingt auf den Klo - allein um zu checken ob man nochmal Männlein oder Weiblein war! Exzentrisch, experimental, eklig. Aber auch gewagt und gut stellenweise. Richtig gut. Jedoch ebenso anstrengend. Richtig anstrengend! Es ist eine Collage der Perversitäten. Genauso metaphorisch wie in-your-face. Ein Fluss aus Körperflüssigkeiten. Ein Gospel aus Stöhnen und Schreien. Eigen und exotisch. Mit einer brachialen Soundkulisse. Für mich aber storytechnisch viel zu schwachbrüstig und penetrant auf seine audiovisuellen Orgienqualitäten ausgelegt. Eine Prüfung. Ein Original. Immerhin.
Phallussymbol: The Movie
Fazit: was für ein archaisch-pervers-wuchtiger Bilderreigen… Inhaltlich mir aber zu anstrengend aus all den Pastorpenissen, Katzenani und Scheinwerfermuschis Sinn, Story, Schönheit zu ziehen. Egal was er für eine audiovisuelle Wucht hat. Und auch Mut. Nur zu gerne würde ich die Gesichter der Oscarjury sehen, wenn die den sichten (müssen)…