Bei einem Ausflug zum Jahrestag in einer abgelegenen Hütte bleibt eine Frau plötzlich allein zurück, nachdem ihr Mann überstürzt abreist. Zurück bleibt sie mit einer unheimlichen Präsenz, die nach und nach die düstere Vergangenheit der Hütte offenbart...
Ja, das war’s dann auch schon mit der Handlung – es sei denn, ich nehme das Ende vorweg, was mich wieder ein paar Leser kosten würde, die sofort „Spoiler!“ schreien und beleidigt abhauen. :o)
Osgood Perkins wandelt hier erneut auf den Spuren seiner Arthouse-Horror-Kollegen wie Ari Aster oder Jordan Peele. Anscheinend ist der gute alte Slasher erst mal passé – stattdessen gibt’s jetzt Arthouse-Horror, der allerdings nur bedingt funktioniert.
Einzelne Abschnitte, Ideen und vor allem der teilweise ziemlich perfide Score sind durchaus gelungen. Aber ein paar gute Szenen machen eben noch keinen guten Film. Mir persönlich fehlt hier einfach der richtige Flow. Gerade der Anfang zieht sich doch spürbar, bevor überhaupt mal etwas passiert.
Der letzte Abschnitt ist dann Geschmackssache. Ich fand die Idee dahinter durchaus interessant, und auch die Wendung sowie die Auflösung würde ich eher zu den stärkeren Momenten des Films zählen.
KEEPER ist letztlich ein klassischer Fall von „gute Idee, mittelmäßig umgesetzt“. Atmosphäre und Grundstimmung stimmen größtenteils, und der Ansatz hat definitiv Potenzial. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich, ohne dabei wirklich herauszustechen.
Fazit: Es gibt einige gelungene Momente, die zeigen, was hier eigentlich möglich gewesen wäre – aber eben auch genug Einschlafpotenzial, was das Ganze spürbar ausbremst. Perkins bleibt damit weiterhin ein schwieriger Kandidat.