Review

The Larkin Incidents

Wir sind mit dem Found Footage-Subgenre inzwischen schon so weit, dass man darin mehrere Ebenen einbeziehen kann. So ist MAN FINDS TAPE im Grunde eine Mockumentary, die Found Footage-Material ebenso integriert wie Onlinereaktionen und Videocalls. 

Lynn Page ist von den “Creepy Pasta Tapes“ (Zitat Lynn) ihres Bruders Lucas genervt. Als dieser ein mysteriöses Video mit seinem Namen findet und ausstrahlt, geht sein Kanal viral. Auf dem Tape ist zu sehen, wie Lucas als Kind nachts im Schlaf ominösen Besuch bekam. Darüber hinaus kursieren in der Kleinstadt Videos, die alle Bewohner in einen katatonischen Zustand versetzen. Lynn hat eine Videoproduktionsfirma und die Geschwister beginnen gemeinsam, der Sache in ihrer Heimatstadt Larkin auf den Grund zu gehen und sie zu dokumentieren. 

Der Film, der von den beiden Oberschwurblern Justin Benson & Aaron Moorhead (THE ENDLESS, SYNCHRONIC) produziert wurde, nimmt sich Zeit, seine Fährten auszulegen – und überrascht dann auf brutale Weise mit einer Auflösung kosmischen Ausmaßes, die so bestimmt niemand hat kommen sehen. Dabei werden die unterschiedlichen Aufnahmequalitäten der verschiedenen eingesetzten Kameras geschickt genutzt – manches sehen wir in High Definition, manches nur unscharf verpixelt, was das Gehirn nur um so mehr anregt. Wer also bei den Nachforschungen der beiden Geschwister dranbleibt, wird mit einer wirklich interessanten Auflösung und einem irren Finale belohnt. 

Spannenderweise weist der Film einige Parallelen zu Zach Greggers aktuellem Horror-Hit WEAPONS auf – allerdings in der Low-Fi-Variante.

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