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Nur die wenigsten Träume dürften in Hollywood wahr werden und entsprechend erscheint es umso zynischer, dass sich Autorin und Regisseurin Rachael Cain ausgerechnet bei ihrem Debüt mit derartigen Stoffen auseinandersetzt. Steht zu hoffen, dass ihre sichtlichen Ambitionen nicht gleich mit dem Erstling zerplatzen.

Gemma zieht es von Georgia nach Los Angeles, um den Traum einer Schauspielkarriere zu verfolgen. Nachts arbeitet sie in einem experimentellen Schlaflabor, in dem Patienten mithilfe von Suggestionen Ruhm und Erfolg eingeflößt wird. Doch in Gemmas Umfeld scheint es mehr und mehr zu unerklärlichen Begebenheiten zu kommen, die auf einen Zusammenhang mit ihrer nächtlichen Tätigkeit hindeuten…

Spätestens, als im Hintergrund ein Poster von „Twin Peaks“ zu erhaschen ist, werden Parallelen zu Werken von David Lynch erkennbar. Vor allem surreal anmutende Gefilde spielen dabei eine entscheidende Rolle, gleichermaßen die Vermischung von Traum und Realität. Wobei der Stoff nicht vorrangig die Horrorelemente bedient, welche erst im finalen Akt kurzfristig eine größere Rolle spielen.

Eher hat man es mit einem Drama zu tun, welches ab und an in düstere Gefilde wechselt, denn die sterilen Örtlichkeiten im Schlaflabor zählen zu jenen, in denen die Nachtschicht auf Dauer zermürbend sein kann und in der sich potenziell unheimliche Dinge rund um die Patienten ereignen könnten. Doch anstatt sich auf diese Lokalität zu konzentrieren, wechselt der Stoff viel zu häufig die Tonart, bringt ausgiebige Flashbacks mit einer problematischen Beziehung ins Spiel, welche die Erzählung noch lahmer erscheinen lassen, als sie es eh schon ist, weil sich lange Zeit rein gar nichts in Sachen Spannung ereignet.

Auch das Umfeld der Hauptfigur bleibt überschaubar. Abgesehen von teils ominös auftretenden Kollegen gibt es einen geheimnisvollen Produzenten, welcher Gemma Hoffnung macht, jedoch scheinbar keine eigenen Ziele verfolgt. Schon aufgrund dieser Konstellation stellt sich in absehbarer Zeit Redundanz ein, erweitert von noch mehr unnötigen Rückblenden.
Erst als Gemma einem Geheimnis auf die Spur kommt, wird das Tempo minimal angezogen.

Doch auch der Showdown lässt nicht etwa die losen Fäden zusammenführen, - die Auflösung bleibt einerseits mehrdeutig, doch andererseits deutet sie auf eine recht eindeutige Pointe hin, welche nur wenige Alternativen zulässt. Dennoch bleibt der Stoff halbgar, weitgehend uninteressant erzählt und versprüht wenig Schrecken, was in Anbetracht der überzeugenden Hauptdarstellerin und dem nostalgisch anmutenden Score verschenktes Potenzial zurücklässt.
3,5 von 10



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