Als das Kreuzfahrtschiff " Elder of the seas " plötzlich verschwindet und kurz darauf am ´Point Nemo´, dem am weitesten von allen Landmassen entfernten Punkt der Weltmeere , wieder auftaucht , wird Agent Legrasse an Bord geschickt um zu klären was vorgefallen ist . Dabei trifft er auf die junge Überlebende Francis , die sich ihm , trotz seinem Widerwillen , anschließt . Bald treffen sie nicht nur auf russische Söldner , die irgendetwas an Bord suchen , sondern auch noch auf Kultisten , die versuchen ihren uralten Gott zum Leben zu erwecken , doch dafür hat Legrasse einen Plan B ...
Diese Kleinstproduktion wurde ( wie man in einem ´Making of´ sehen kann ) auf einer nur 5 Meter langen Greenscreen Bühne in einem kleinen Appartement in Sydney mit einer Crew von nur wenigen Leuten gedreht . Die Aufnahmen wurden danach in einen , mit Photoshop , selbstgebastelten Hintergrund eingefügt und im Side-Scroller Verfahren ( das Bild wandert dabei immer nur seitwärts wie bei manchen Videospielen ) auf den Bildschirm gebracht . Dazu kommen noch ein paar Aufnahmen auf einem Boot , das in einer Auffahrt stand , und einem Auto in einer Garage - kein allzu großer Aufwand also .
Dafür verbreitet " The Waves of Madness " allerdings eine brauchbar geheimnisvolle Stimmung und ist mit nur etwas mehr als einer Stunde Laufzeit auch in der Lage durchgehend zu unterhalten , da er sich auf das Wesentliche konzentriert . Natürlich hat man kaum das Gefühl , dass sich Legrasse auf einem echten Kreuzfahrtschiff befindet , sondern eher , als würde man einer Videospielfigur beim Wandern durch eine verlassene Mall zusehen , doch das tut der Sache keinen Abbruch .
Ein paar Dialoge sind wirklich nicht schlecht , die Hintergrundgeschichte spannend und die Monster ( Wolken mit greifenden Händen und Tentakeln ) bestimmt nicht alltäglich .
Auf jeden Fall ist es eine interessante und ungewöhnliche kleine Lovecraft Variante und ich finde es schön zu sehen , dass Filmemacher auch mit wenig Geld versuchen ihre Visionen zu erzählen und dabei eigene Wege zu gehen .
Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil - " The Castellum of Blood " - und hätte " The Waves of Madness " auch wirklich gerne als "richtigen Film" gesehen , doch dafür wäre wohl das 10.000 fache des tatsächlichen Budgets nötig gewesen . Für Lovecraft Enthusiasten , die auch mal im kleinen Preissegment rumstöbern , einen Versuch wert .
*** Film wurde im englischen Original gesehen !!!