Review

Magie, verloren in der Marketingmaschinerie...

In "Wicked For Good" bringt Jon M. Chu sein oz'sches Epos nach fast fünf (!) Stunden zu einem Ende... Aber ist es magisch? Oder eher tragisch? Wenn die gute Glinda und die grüne Hexe ein letztes Mal ihre Kräfte messen und ehemalige Freundschaft testen...

"Wicked For Good" ist glaube ich fast nur noch ausschließlich für hartgesottenere Fans der Vorlage und kein Pflichttermin mehr für allgemeinere Film- oder gar Musicalfans. Man merkt dann doch deutlich die Ermüdungserscheinungen und Dehnungsstreifen. Es ist gut, dass das nun zu Ende ist. Ohne sagen zu wollen, dass "Wicked For Good" gänzlich vertane Zeit und vergebene Liebesmüh' ist. Sehr ähnliche Pros und Cons wie beim "Part I" gelten auch hier. Die Pastellfarben und der Style sind sicher und gefunden, Grande und Erivo sind für diese Sache ein top Duo, manch ein Song geht schon in's Ohr und in Sachen Kostüme, Frisuren und Sets ist das oberstes Hollywoodregal. Und von dem broadway-erprobten Gänsehautscore will ich gar nicht erst anfangen. Und trotzdem... irgendwie wirkt "Wicked For Good" seelenloser, ausgefranster und oberflächlicher denn je. Wo der erste Teil glitzert, ist's nun matt, wo es einst Funken sprühte, gibt's nun Schmauchspuren und wo vorher Augen ehrlich leuchteten, meint man nun immer wieder eher den Dollar sich spiegeln zu sehen... 

Fazit: Nur noch halb so bezaubernd, frisch, flott wie der erste Teil und deutlich aufgeblasener, verzerrter und selbstverliebter... Trotzdem zumindest für Fans noch immer ein lohnenswerter (letzter?) Ritt nach Oz!

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Wicked - 7,5/10

Wicked For Good - 5,5/10

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