Review

Ein Haus weiter, reiten die Hexen heiter...

"Whitch" lief (bei uns in Köln) auf dem letzten Startplatz des Kurzfilmblocks des diesjährigen Fantasy Filmfests - und hat meine Stimme bekommen! Ein knappes Rennen für mich, im Nachhinein wären ein paar andere Kurzfilme vielleicht die noch bessere Wahl gewesen. Vielleicht hat da der "Rausschmeißer-Slot" geholfen. Aber wirklich bereuen tue ich meine Wahl auch nicht, dafür ist "Whitch" einfach ein zu launiger Horrorsnack mit witziger Pointe - über eine Mutter, die mit ihrer kleinen Tochter eines Abends von einer alten Hexe in ihrem Wohnzimmer überrascht wird, die sich dort zielstrebig entkleidet und scheinbar wie wildgeworden eine schwarze Messe startet...

Im Grunde weiß jeder Horrorfan schnell, wohin das läuft und was der "Witz" an der Sache sein wird. Aber "Whitch" spielt seinen Stiefel dermaßen konsequent runter - zwischen Hexenhorror, Alzheimeraugenzwinkern und Stammtischhumor - dass man sehr schnell zu Szenenapplaus und zustimmendem Nicken kommt. Riesiger Respekt geht an die alte Dame als Hexe, die körperlich vollsten Einsatz zeigt - mutig und toll! Aber auch die Reaktionen der Mutter, ihrer Tochter und allgemein der Schnitt zwischen Fassungslosigkeit und Teufelsankunft sind on point. Es eskaliert schnell - und entlädt sich in lautestem Lachen!  "Whitch" ist nicht zu lang. Er vergeudet null Zeit. Und er weiß einfach, wie man seinen Joke und sein Konzept stringent, witzig und effektiv durchzieht. 

Fazit: auch wenn's im Grunde nur ein filmischer "Witz" ist... schöne, heutzutage selten so hundertprozentig durchgezogene Mischung aus Horror, Mut und Humor!

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