Review

Brachialer Actioner aus der Glickenhaus Schmiede. Der Regisseur und Produzent arbeitete hier wieder mit seinem Kumpel Leonard Shapiro zusammen. Wenn Glickenhaus selbst Regie führt, dann schreibt er auch meist das Drehbuch und auch die Story von " McBain " stammt von ihm. Auf jeden Fall stehen die Namen Glickenhaus / Shapiro für gute B-Action mit ordentlichem Budget. In Deutschland jedoch reichte es nur für eine Video Premiere und auch im Free und Pay TV war der Film bis jetzt sehr selten zu finden, daher bleibt er ein brutaler und unbekannter Kriegsactioner, von dem ich mir persönlich etwas mehr erhofft habe.
Story:
Der Soldat Santos rettet Robert McBain ( Christopher Walken ) im Vietnamkrieg das Leben, nun steht McBain in Santos Schuld und spricht ihm jederzeit Hilfe zu. Nach 18 Jahren kann McBain sein Versprechen einlösen, denn Santos wurde in Kolumbien ermordet. Mit seiner alten Einheit und dem Waffenhändler Bruce ( Michael Ironside ) macht sich McBain daran Kolumbien von seinem Diktator zu befreien. Sie schließen sich den Rebellen unter Leitung von Santos Schwester ( Maria Conchita Alonso ) an.

Eine Mischung aus Action und Kriegsfilm mit durchaus solider Story. Drei Kulissen bekommt der Zuschauer zu sehen, denn der Anfang spielt in Vietnam, der Mittelteil in New York und der Rest in Kolumbien. Alle Kulissen wirken sehr authentisch und zeigen vor allem die kargen Seiten der einzelnen Orte, somit ist die Atmosphäre sehr stimmig und erinnert an die 80er. Der Score von Christopher Franke untermalt das Szenario bestens.
Leider hat " McBain " ein paar echt üble Schnitzer in Petto, zum Beispiel als McBain den Typen in der Düsenmaschine neben sich mit einem Schuss durch das Glas erledigt, das wirkt sehr lächerlich, die Rede welche Santos Schwester hält ist auch ganz hart an der Grenze und das sehr schwache Finale ist armselig. Ansonsten lässt die Action keine Wünsche offen und ist gut im Film verteilt. Blutige Shootouts, massenhaft Explosionen, ein langer Luftkampf und kleine Fights. Der Bodycount ist sehr hoch und fast Keiner stirbt, ohne nicht einen blutige Einschuss kassiert zu haben. Ich versteh nur nicht warum das Finale so schlapp ist. Die beste Actionsequenz bekommt man gleich zu Anfang in Vietnam geboten. Glickenhaus erzählt wie immer sehr gekonnt, wenn auch ziemlich spannungsarm.
Auch die sympatischen Darsteller reißen einiges. Christopher Walken ist einfach ein guter und glaubwürdiger Darsteller, egal in welche Rolle man ihn steckt. Michael Ironside macht diesmal sogar bei den guten mit und Steve James lässt es gewohnt gut krachen. Maria Conchita Alonso ist etwas blass.

Fazit:
Brutaler Kriegsactioner mit solider Story, gekonnter Umsetzung. Leider gibt es doch ein paar echt grobe Schnitzer die den Spass verderben. Das Finale hat Glickenhaus komplett versaut, aber die Darsteller, Kulisse und der Score sind gut. Die Action ist krachig und blutig.
Man hätte wesentlich mehr aus dem Ganzen herausholen können, aber Spass macht " McBain trotzdem, daher sehr gute 6 Punkte.

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