Geschichtensammler Aaron Quicksilver gibt zwei seiner gruseligsten Schauergeschichten preis: In der ersten wird ein Handelsvertreter von einem mysteriösen Anhalter bedroht, bis ihm unerwartet ein aufziehbares Spielzeuggebiss zur Hilfe kommt. Die zweite Geschichte handelt von einem Chirurgen, dessen Hände ein mörderisches Eigenleben führen und ihn zwingen, sich selbst zu verstümmeln.
Richtig gute Episodenfilme gibt es ja eigentlich kaum. Auch in Quicksilver HIghway werden zwei Short Stories von Stephen King und Clive Barker zu einem ziemlich unbefriedigenden Brei zusammengerührt, der für die Fans der beiden Altmeister eher abschreckend wirkt. Die Rahmenhandlung bestreitet Christopher Lloyd als herrlich schräger, leicht unheimlicher Geschichtenerzähler, der erst einer pannengebeutelten Frau im Brautkleid und später einem Taschendieb auf dem Rummelplatz seine Gruselgeschichten erzählt.
Story Nummer eins ist dann auch wie so viele verfilmten King Geschichten eine eher vergeigte welche. Die Story vom Vertreter der einen eher zwielichtigen Anhalter mitnimmt ist weder besonders gruselig, sondern wirkt einfach nur wie ein in die Länge gezogenes Kaugummi. Die Pointe das das Spielzeuggebiss mit Beinen zum Leben erwacht und den armen Autofahrer aus seiner mißlichen Lage rettet, ist in schriftlicher Form amüsant zu lesen, funktioniert aber auf visueller Ebene nicht wirklich gut.
In der Zwischenzeit wechselt Quicksilver vom staubigen Highway in einen Jahrmarkt und sülzt diesmal einen Taschendieb mit der Clive Barker Geschichte "Leibregime" zu. Diese ist wenigstens nett trashig anzuschauen und einem Matt Frewer in Overacting Laune. Die Hände eines Chirurgen entwickeln dabei ein Eigenleben und fordern auch alle anderen Griffel zu einer großen Revolution. Nachdem sich ein Haufen Hände auf schmerzhafte Weise von ihren Körpern separiert haben, kann der Aufruhr gegen die Menschen erfolgen. Die Story macht deutlich mehr Spaß wie wie die anfängliche Gebissnummer, auch die FX sehen recht gut aus und die Idee ist herrlich abgedreht.
Trotz allem ist Quicksilver Highway sicher kein Highlicht im horriblen Bereich. Große Härten sind nicht zu verzeichnen und von Hochspannung kann keine Rede sein. Die Rahmenhandlung ist ganz ok, während die Kurzgeschichten stark qualitativ schwanken.
3,5/10