Von Lin Chi-Fan, dem Regisseur von Malevolent Mate (1993), The Wild Lovers (1994) oder Mary's Choice (1994) gedrehter Fernsehfilm für TVB (=Television Broadcasts Limited), hier zusätzlich mit Jumbo Plain Ltd. als Produzenten, die Besetzung führt Alex Fong an, der in einigen Fernsehfilmen des Senders das zugkräftige Gesicht und gerade in der Transformation vom B-Action Star zu einem besseren Renommee war, später vor allem auch bei Regieleute wie Johnnie To, Derek Yee oder anderen Hochkarätern eingesetzt:
Durch einen Zufall begegnet Xiao [ Alex Fong ] Hong [ Amy Kwok ]. Hong, das Ziehkind, wird von seinem Vater [ Lau Kong ] gewarnt, dass er vor seinem dreißigsten Lebensjahr keine romantischen Verbindungen haben darf. Hong glaubt fest daran und weist Fei's Zuneigung zurück, kann jedoch der wahren und aufrichtigen Liebe nicht widerstehen, und so werden sie ein Paar. Bei einem Unfall erleidet Hong eine Gehirnerschütterung und Erinnerungen aus einem früheren Leben kommen hoch.
Sexuell aufheizet ist der Titeltrack, ansonsten keine Bilder der Vorbereitung, keine Appetizer, einfach nur das Frauenlied, nach und nach Bilder der Großstadt, eine Beerdigungsprozession, ein Ring wird gerieben, zwei observierende Cops im Auto, ein reges Treiben oben im Hause, die sogenannten Cagemen, jeder einen kleinen Käfig als Schlafstätte, viel Gestreite in der Enge, eine Prügelei im Gange, ein Feuer entsteht, der Herd fängt an zu Brennen, Lebensgefahr für jeden Mitbewohner und jeden der Beteiligten, ein Mann wird herumgeschubst, er eskaliert, eine Rauferei mit allen möglichen Gegenständen, kaum zu bändigen, auch nicht durch die Massen, eine Flucht aus dem Hause, die Eskalation geht auf der Straße weiter, die Polizei greift an und ein. Chaos und Hektik und Wahnsinn und Irrsinn überall, drei Polizisten fast getötet bei dem Einsatz, der Mann beruhigt sich erst später, er macht Kotau im Polizeirevier vor dem verhaftenden Polizisten, vor Fong, Schläge mit dem Kopf auf den Boden, die Stirn blutig geschlagen, eine Unsicherheit, eine Wahnwitzigkeit hier. Ein Tag später scheint sich die Lage beruhigt zu haben, Aktenwälzen steht an bzw. alte Nachrichten durchgehen, gebundene Zeitungen werden recherchiert, eine allgemeine Unruhe hier, auch dem Partner fällt der Artikel auf, Theorien werden angestellt, Vermutungen statt Beweise, die Sache unerklärlich.
Die Stadt ist voll, viel Gewusel, beengt, viel Trubel, streng abgeschottet, diesmal eine andere Art der Bekanntschaft, ein Déjà-vu, die Straßen auch des nachts mit Menschen belegt, eine Talkshow wird geschaut, der Partner zu Besuch, das Bier in Sechser-Büchsen dargereicht, im Sixpack, zwei Junggesellen beim Vergnügen, zwei Partner, zwei Polizisten, der eine trennt sich kaum von seinem Gameboy, stets in der Hand, stehts am Spielen und Zocken, während der Andere Fantasien hat und Träume, verträumt ist und in Vorstellungen schwebt. Eine Tanzdarbietung zur Probe wird geboten, eine Übung einer Gruppe Frauen, ein Tanz einstudiert, alle mit Masken ausgestattet, ein Ensemble einstudiert. Eine der Tänzerinnen hat anhaltende Bauchschmerzen, ihr geht es nicht gut, ein Zusammentreffen von Frau und Mann, fast ein Verkehrsunfall geboten, schnell abgebremst noch, zu Dritt ins Krankenhaus gefahren, der Mann und die beiden Frauen, eine ärztliche Untersuchung, eine Besserung schon, eine Hilfe in der Not, Fong ist verliebt, wer kanns ihm verdenken, das Déjà-vu eben, bis der Dienst ruft, über den Pieper informiert, mitten am Krankenbett angerufen, zum Einsatz gebeten, instruiert und insistiert.
Albträume beherrschen bald das Bild der Szenerie, ein nächtlichen Herumwälzen und Aufschrecken, gruselige Bilder mit in die Szenerie geworfen, darüber die Spannung erzeugt, das Spiel mit dem Unbekannten und dem Ungewissen, selbst der Vater scheint involviert. Ein Treffen wird anberaumt, zu später Stunde, ein Treffen in einer Bar, hinten leise Gitarrenmusik, vorne das sprechende Paar, meist die Dritte in der Partie gesprochen, die nicht Anwesende, sich Sorgen gemacht, Gefühle bleiben nicht verborgen, die Reaktionen sind entsprechend, als etwas aufdringlich wird er angesehen, man versteckt sich, man wartet sein Fortgehen ab, eine Penetranz. Einige Zufälle bestimmen die Handlung, das oftmalige Wiedersehen, er merkt die negativen Reaktionen und das Versteckspiel nicht, oder es stört ihn nicht, ein Beharren auf Bekanntschaft, ein unfreiwilliger Aufenthalt im Fahrstuhl auch, er bleibt stecken, die Wartung lässt auf sich warten, ein älteres Gefährt, hätte man lieber die Treppen genommen, nun steckt man fest. Beim Heimweg wird man fast von einen herunterfallenden Blumentopf erschlagen, gerade noch ausgewichen bzw. eine Sekunde zu langsam, es wird der Schusselige zur Räson gerufen, die Regie lässt sich Zeit mit der eigentlichen Geschichte, eine Handlung erst spät bereitet, vorher viel Geplänkel und Andeutungen, dann nochmal ein Krankenhausbesuch, der Durchdrehende vom Beginn besucht, weiterhin agitiert in mancherlei Momenten, ein Kopfschütteln nur.
Mit mancherlei kameratechnischen Spielereien wird nicht gegeizt, eine Liebschaft im Entstehen und Werden, eine längere Bekanntschaft nun, viel zu zweit, viel vereint, gemeinsame Ausflüge, mehr mit der Frau jetzt als dem Partner, vom Vater ungern gesehen, zuhause die Standpauke, mittendrin eine Amokfahrt, das Bremspedal des Wagens funktioniert nicht, mehrere Fast- und Beinahekollisionen, am Ende einer Unterführung ein heftiger Überschlag. "Die unerledigte Liebe im nächsten Leben" der Originaltitel in Übersetzung, ein weiteres Paargeschehen hier, eine Entdeckung, eine Bedrohung im früheren Leben, im jetzigen wiederholend, viele offene Fragen, eine schweißkalte Reise in die von Wong Chuk-Tak geschriebene Geschichte, der Partner und Mitbewohner keine Hilfe, eigentlich eine Plage nur; die erwachsene Tochter abhängig vom Vater. Einmal geht es wieder in die Rauferei, mit dem Automechaniker, dem man die Sachen mit den Bremsen in die Schuhe schieben will, ein eifriges Agieren, ein Überagieren, ein paranormales Treiben, zum Ende hin ein größerer Feuer- und Glasstunt, zwei Zeitebenen im Überschneiden, das Schicksal nicht aufzuhalten?