Auftritt Rob Schneider - ich will es schnell machen.
Wenn Carrey die First Class des Klamauks ist und Sandler Economy, dann fliegt Schneider irgendwo im Fahrwerk mit, johö!
"Rent-a-Men" ist ein Beispiel für den hilflosen Versuch per Gross-Out-Vehikel der sanften Sorte jemanden im Filmgeschäft als Komiker zu etablieren. Dumm nur, daß Schneider (dessen eventuelle Talente ich nicht schmälern möchte) in diesem Skript aber auch gar nichts zu tun bekommt, außer betreten aus der Wäsche zu gucken und im schlimmsten Fall dann doch immer einen Ausweg zu finden.
Das Bastelstück, daß hier Buch genannt wird, enthält für Schneider den notgedrungenen Job eines Gigolos, der nur Erfolg bei Frauen hat, die sonst keiner will, weil diese alle eine Abnormalität oder einen Defekt haben. Ergo schlägt er sich mit Übergroßen, Überfetten, Narkoleptikerinnen, Tourette-Syndrom-Opfern und ähnlichem herum.
Der Grossoutfaktor ist zahm, die Gags nicht geschmacklos, aber Mittel zum Zweck ist es doch. Natürlich wartet zwischen all dem Chaos rund um das Aquarium des richtigen Gigolos auch eine Herzdame und ein sexuell problembehafteter Polizist, für den es natürlich auch einen Ausweg gibt.
"Deuce Bigalow", so der O-Titel, will es sich mit niemandem verscherzen und so kommt es zu einer bizarr-blöden, aber nicht uncharmanten Nummernrevue, in der Rob nach Herzenslust hampeln darf.
Sandler hatte Billy Madison, Schneider Bigalow, doch damit sollte es gut sein. Denn diese Plotte, die abzüglich zahlreicher Schmunzler binnen kürzester Zeit vergessen ist, hätte jeder andere genauso gut spielen können. (4/10)