Nach ihrer ersten Weltraummission kehrt die Astronautin Sam Walker zur Erde zurück – doch die Rückkehr verläuft alles andere als normal. Sowohl die Raumkapsel als auch ihr Helm weisen unerklärliche Schäden auf. Unter strenger Aufsicht der NASA wird Sam zur Regeneration in einem abgeschotteten Hochsicherheitsgebäude fernab der Öffentlichkeit untergebracht. Doch an Erholung ist kaum zu denken: Ein stetiges Gefühl des Beobachtetwerdens überschattet ihre Genesung, sie leidet unter heftigen Migräneattacken und hört nachts Stimmen aus den Wänden. Als sich die mysteriösen Ereignisse häufen, wächst in Sam ein beunruhigender Verdacht....
Als ich vorab die Bewertung bei IMDb sah, war ich ehrlich gesagt etwas verwundert – vor allem, da der Film bei OFDb sogar zum Film der Woche gekürt wurde. Nach den ersten rund 75 Minuten konnte ich diese niedrige Bewertung noch weniger nachvollziehen, denn bis dahin bekommt man einen spannenden, temporeichen Sci-Fi-Thriller geboten, der konstant fesselt.
Gerade an diesem Punkt eröffnen sich zahlreiche mögliche Erklärungen für das Geschehen: Leidet Sam unter Halluzinationen? Wird sie Teil eines geheimen Experiments? War sie vielleicht nie wirklich im All, sondern befand sich die gesamte Mission nur in einer Simulation? Die Geschichte lässt viele faszinierende Szenarien zu.
Die letztendliche Auflösung dürfte jedoch der Hauptgrund für die durchwachsene Bewertung sein. Zwar ist sie innerhalb des Gesamtkonzepts absolut schlüssig, zugleich aber auch sehr kontrovers und sicher nicht jedermanns Geschmack. Auch ich war mir selbst einen Tag später noch nicht sicher, ob ich das Ende nun gelungen oder eher enttäuschend finden soll.
Schauspielerisch gibt es hingegen nichts zu beanstanden. Kate Mara überzeugt einmal mehr mit einer starken Leistung – und gehört zu den wenigen Hollywood-Darstellerinnen, denen Kurzhaarfrisuren wirklich stehen. Laurence Fishburne bewegt sich ebenfalls in gewohntem Terrain: Kaum ein anderer Schauspieler kann eine derart lange Sci-Fi-Filmografie vorweisen (Matrix, Event Horizon, Slingshot, Signal und viele mehr).
Würde ich eine möglichst objektive Bewertung abgeben, würde ich sagen:
Die ersten 80 Minuten verdienen 8 Punkte. Danach kann die Wertung – je nach persönlicher Sichtweise – entweder auf diesem Niveau bleiben oder deutlich absacken.
Setting, Tempo und Effekte sind durchweg gelungen. Auf eine finale Gesamtwertung verzichte ich daher bewusst, da sie zu stark meine persönliche Meinung widerspiegeln würde – etwas, das ich in Rezensionen eigentlich zu vermeiden versuche.