Mit dem Untertitel "Die Entscheidung" verspricht "God's Army III" viel. Teil 1 war ein mythisches, visuell absolut überragendes Meisterwerk voller großartiger Szenerien und böser Atmosphäre. Das Sequel war actionlastiger, bezog sich nur noch wenig auf den im ersten Teil angesprochenen Krieg zwischen den Engeln, obwohl der Showdown und das Ende wieder ähnlich mystisch daherkam. Richtig unheilvoll waren die letzten kurzen Szenen aus "God's Army II".
Wer jetzt die Verfilmung des finalen Weltuntergangs erwartet wird enttäuscht werden. Denn die Story ist weitaus simpler gestrickt, und bemüht sich primär die Geschichten aus den beiden Vorgängern logisch zusammenzuführen. Zwar wird's auch hier gegen Ende bildgewaltig, aber ein episches Armagedon bleibt aus.
Auch der Zuschauer, der an Christopher Walkens diabolischen Spiel Gefallen gefunden hat, wird enttäuscht. Nicht nur, dass sein Engelcharakter Gabriel zu einem "Affen" (also einem Menschen) degradiert worden ist, er hat auch die Seite gewechselt. Er fährt Auto, spielt auf der Trompete, mit der er noch in Teil 1 versuchte Seelen einzufangen und verspeist mit Vergnügen Kuchen (eine absolut köstliche Szene spielt sich in dem Diner aus dem ersten Teil ab, in dem die Kellnerin ihren Gast aus der Vergangenheit wiedererkennt). Und er hilft dem Nephilim Danyael, der den letzten Kampf gegen einen aufständigen Engel führen soll.
Alles recht ungewöhnlich und alles ziemlich entgegen der Erwartungen. Aber natürlich wieder in fantastischer Horroratmosphäre. Und auch die Bilder sind wieder einmal 1a. Kein Wunder: Ex-Cutter Patrick Lussier zeichnet hier als Regisseur verantwortlich.