Parker will mit seiner Crew einen Schatz klauen, doch dank alter Feindschaften und anderer Interessenten gestaltet sich das schwieriger als gedacht.
Ich mag solche Räuberpistolen, in denen sich eine Gruppe kompetenter Menschen zusammen tut und mit Witz, flotten Sprüchen und einiger Action ein großes Ding dreht. Und Play Dirty passt schon in diese Schublade, nur leider ist er irgendwie nicht wirklich gut, so richtig schlecht aber auch nicht. Aber der zu Weihnachten spielende Film enthält mehr Weihnachtsdeko als mancher echter Weihnachtsfilm.
Die Story schlägt so einige Haken, von denen der erste schon nach dem Einstieg kommt und auch gut funktioniert. Die meisten folgenden sorgen eher für Verwirrung bei der eh schon leicht konfusen Story. Ab und an folgt mal eine Erklärung, aber so ganz will sich das alles nicht richtig zusammenfügen.
Aber die Besetzung gibt sich Mühe und scheint mit Spaß beim Dreh gewesen zu sein. Besonders gefallen hat mir Chai Hansen als Dummbeutel Stan, der anfangs auch eher die Nerven strapaziert, seine Rolle aber sehr gut spielt.
Ich fand sogar die Action okay. Viel, wenn nicht sogar alles, stammt da aus dem Rechner und viel zu oft sieht man das auch überdeutlich. Aber ich bin damit zufrieden, wenn nicht ganz so natürlich aussehende CGI-Pferde über den Haufen gefahren und nicht echte Tiere in Angst und Schrecken versetzt werden. Und die Zug-Szene ist hübsch wuchtig. Und natürlich Quark in puncto Realismus. Aber damit war ja eh nicht zu rechnen.
Das Tempo kann man als recht gemütlich bezeichnen, wobei die Action recht gut verteilt sind. Langweilig werden die 2h Laufzeit nie, packend allerdings auch nicht. Der Einstieg hat mir aber sehr gut gefallen, ich mag Tom Jane.
Insgesamt war das so halbwegs okay, hinterlässt aber nicht das große Gefühl von verschmitzter Zufriedenheit, wie es andere Werke dieser Art schaffen.