Bei diesem Filmtitel könnte man auch einen anderen Film erwarten, aber so ein kurzer und ungewöhnlicher Titel weckt das Interesse. Wäre es kein Film aus dem Underground-Bereich, dann würde man wohl eine Doku oder einen Lehrfilm bekommen. Doch schon bald findet man heraus, worauf sich der Titel bezieht.
Sebastian Zeglarski liefert hier ein ernstes und weniger trashiges Werk ab, als bei seinen vorherigen Filmen. Er hat einen guten Mix aus Story und Splatter gefunden. Setzte er vorher meistens auf Splatter und kaum Story, bekommt man hier eine kleine, aber interessante Geschichte geboten. Sicherlich wäre noch viel mehr aus dem Drehbuch rauszuholen, aber da müsste er mal auf mehr setzen, als nur auf seine gut gemachten Splatter- und Ekeleffekte. Als Zuschauer wird man in die Situation hineingeworfen und ist schon mittendrin im Geschehen. Es fehlen Hintergründe zu den Charakteren, damit man vielleicht auch mal mit dem Opfer mitleiden kann, oder den Täter besser versteht.
Der Film lässt sich am Anfang etwas Zeit und baut die Story langsam auf. Je weiter es zum Ende geht, desto ekliger und blutiger wird es. Das blutige Ende gefällt mir und schließt die Geschichte gut ab. Der Weg bis dahin hätte für meinen Geschmack etwas spannender oder abwechslungsreicher sein können. Bei überwiegend nur zwei Darstellern, sicherlich keine einfache Sache. Trotzdem hat der Zeglarski wohl das Beste aus seinen Mitteln gemacht, aber ich finde, die interessante Story hätte noch viel mehr Potenzial um das alles größer aufzuziehen. Aber egal, denn Storys in diesem Filmbereich sind eher Nebensache. Man schaut solche Filme aus anderen Gründen, und die werden hier natürlich geboten. Blutige, eklige und perverse Szenen in einer düsteren, dreckigen und hoffnungslosen Atmosphäre. Der Keller und das heruntergekommene Haus sind perfekt dafür. Die blaue Beleuchtung im Keller bietet mit dem ganzen Blut einen schönen Farbmix. Die farbärmere Rotten-Version ist aber mein Favorit.
Fans solcher Underground-Filme werden sicher nicht enttäuscht werden, denn Zeglarski weiß, was die Zuschauer sehen wollen.
Fazit: Kleiner, aber feiner Undergroundfilm, der mit einer interessanten Story und ekligen Effekten überzeugen kann.