In einem geheimen Militärprojekt sollen kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs Supersoldaten erschaffen werden. Doch das Experiment läuft gründlich schief. Rund 80 Jahre später macht sich eine Gruppe junger Studenten und Freunde auf, in einem Wald bei Berlin das geheime Forschungslabor zu suchen. Dabei befreien sie versehentlich die Kreatur, die damals von den Nazis geschaffen wurde.
Der Film ist eine deutsche Low-Budget-Produktion, was man der technischen Umsetzung in vielen Bereichen deutlich anmerkt. Besonders Effekte, Ton und Inszenierung wirken bestenfalls stark eingeschränkt.
Was als düsterer Nazi-Horror verkauft wird, entpuppt sich schnell als eine Ansammlung lose zusammengewürfelter Szenen, die weder logisch aufeinander aufbauen noch für sich genommen funktionieren. Die Geschichte wirkt, als hätte man sie während des Drehs immer wieder vergessen und anschließend notdürftig mit Dialogen aus der Phrasen-Retorte zusammengeflickt. Auf Logik hat man dabei einfach verzichtet oder sie hat lieber gleich Reißaus genommen und sich in Sicherheit gebracht. Figuren reden wirres Zeug, treffen irrationale Entscheidungen und tappen ziellos durch den Wald, ohne dass es irgendeine Bedeutung hätte. Man sucht im Gänsemarsch und findet den Bunker mitten in der Nacht ohne Anhaltspunkte, quasi im Vorbeigehen, allerdings findet niemand den Weg zurück zum Auto. So oder ähnlich funktionieren nahezu alle Szenen des Machwerks.
Technisch ist das Ganze ein Offenbarungseid. Schauspiel oder gar Schauspielführung sucht man hier vergebens. Das Drehbuch ist eine Katastrophe, die Effekte sind billig und durch Dunkelheit etwas kaschiert und selbst einfache Szenen scheitern an Timing und Inszenierung. Die Kamera filmt, das Editing schneidet, aber ansonsten hatte man wohl ähnlich wenig Konzept wie die Figuren im Film.
Und dann ist da die Synchronisation, die einem endgültig den Rest gibt. Sie stammt direkt aus dem Tonstudio der Hölle und soll angeblich von den Darstellenden selbst eingesprochen worden sein. Wie im Film selbst stecken auch hier dermaßen viele Betonungs- und Aussprachefehler drin, als hätte jemand eine KI mit halbfertigen Dialogen gefüttert und das Ergebnis ungefiltert übernommen. Das ist monoton und völlig leblos, Emotionen oder Natürlichkeit sind nicht vorhanden.
Die Figuren sind entsprechend egal, sie erfahren weder Entwicklung noch Tiefe. Wenn jemand stirbt, ist das weder tragisch noch spannend – es ist einfach nur der nächste Haken auf der Checkliste eines Films, der ohnehin keine Richtung kennt.
Am Ende bleibt ein Werk, das in praktisch jeder Disziplin versagt. Hell’s Supersoldier fehlt jede Form von Energie oder Kreativität. Stattdessen bekommt man ein erstaunlich lebloses, inkompetent wirkendes Stück Genre-Kino, das selbst im Low-Budget-Bereich noch negativ auffällt. Hell’s Superstress für die Geduld der Zuschauenden.