Witchcraft is fine by me...
"Mother of Flies" ist ein sehr langsamer, stylischer, einlullender und (zumindest mir) unter die Haut gehender Okkulthorrorfilm auf Shudder über eine junge Frau mit tödlicher Krankheit und einer einzigen letzten Hoffnung auf Heilung, Rettung, Erlösung - eine alte Hexe im Wald, umgeben von Fliegen, Mythen und Dunkelheit...
A Cure For Illness
Heilung. Loslassen. Leben(smut). Tod(essehnsucht). Vaterschaft. Hilfe. Hoffnung. All das sind Themen von "Mother of Flies". Audiovisuell voller ekliger Nahaufnahmen und verführerischer Abgründe. Moos und Fliegen, Wald und Wiesen, Pilze und Papa, Krebs und Knochen. Zersetzend. Wie genrefilmischer Kompost. Unfassbar atmosphärisch. Aber sicher auch unfassbar anstrengend für viele. Ein höllisches Gedicht. Lyrik aus dem Totenreich. Eher Gedicht als Geschichte. Über Abschlüsse, Glauben, Medizin, Natur und Neuanfänge. Sehr aufgeladen, sehr schwer, sehr dunkel. Einer dieser Filme, die auf einem Genrefilmfestival mit fünf Titeln am Tag untergehen und nicht ihre magische Wirkung entfalten könnten. Aber alleine daheim abends im Bett - jip, da trifft er sowohl emotional als auch gruselig einige Weichteile. Vor allem von Vätern. Vor allem, wenn man schonmal mit tödlichen Krankheiten zu tun hatte...
Down With the Sickness
Fazit: Düster, hübsch, eklig... Ist das Hexerei? Oder nur ein fauler Zauber? Mir ist "Mother of Flies" jedenfalls unter die Haut gekrochen und im Gedächtnis geblieben. Schönheit und Ekel vereint. Aber aufpassen: Harter Slowburn- und Arthouse-Alarm!