2025: uns wird erzählt DAS wäre Kino. Doch ein Cameron hat sich längst von seinen klassischen cineastischen Wurzeln verabschiedet und versteht sich nur noch als Visionär. Vielleicht auch als Rattenfänger, jeder oder zumindest so viele wie möglich sollen ein Kinoticket erwerben. Wo ist die inhaltliche Kraft der großen Leinwand, der Fokus auf Ausdruck und Form, sowie beider kunstvoller Verbindung zueinander? Echte Gefühle, Gedanken mit Nachhall über die Spielzeit, dazu eine poetische Montage aus Bild und Ton, jenes möglichst mit ganz eigener Identität!?
In diesen über drei mühsamen Stunden dreht sich alles im Kreis, unter der Schirm eines reinen Unterhaltungsprodukts. Es geht zu offensichtlich nur um technische Spielereien, nie eine Geschichte. Wenn der Regisseur also eine große Botschaft verkaufen will, zeigt der Zuschauer ihm seine eigene Rechnung, auf der dieselben kleinen Werte wie bei einer RomCom, einem Slasher oder einem Actionfilm stehen. Ja, besser als nichts, dann aber doch bitte nicht mit so viel gefälschtem Pathos. Genauer sollte man eh nicht über das Gezeigte nachdenken, sonst wird das Projekt noch verquerer. Was will uns Cameron vermitteln? Einst Ökoverteidigung jetzt absolute Mobilmachung und Aufrüstung, der Zeitgeist einer Welt in Flammen. Ein mutiger Kampf von Natives mit Steinen gegen Automatikwaffen in den Händen von imperialistischen Aggressoren wie im Nahen Osten? Ein Planet in den zerstörerischen Händen der ausschließlich weißen Rasse? Wenn alles in Trümmern scheint, wird ein Gott uns beistehen, wir dürfen nur nie den Glauben verlieren? Verloren hat mittlerweile vor allem ein Cameron den Cameron. Ich verordne hiermit die Rente!