Review

Menstruationen & Monstrositäten

„The Virgin of the Quarry Lake“ ist ein sehr stilvoller, femininer, intimer und ruhiger Horrorfilm aus Südamerika über eine eifersüchtige junge Frau, die sich auf dunkle Mächte einlässt bis es kein Zurück mehr gibt…

Be Careful Who You Bleed For

Dass eine Frau bei „Virgin of the Quarry Lake“ Regie führt ist unverzüglich und durchgängig spürbar. Irgendwo zwischen „La Llorona“, lateinamerikanischem „It Follows“ und sensiblem Stilgemälde verströmt Laura Casabes weiblicher Grusler eine enorme Aura und Atmosphäre. Ausgestattet mit komplett hübschen wie natürlichen und vor allem frischen Gesichtern, 00er-Vibes, akuten Themen aus einem exotischen Blickwinkel und grandiosen spanischsprachigen Songs hatte mich das Teil eigentlich durchgängig am Haken. Klar ist das ein Slowburn, klar ist das sehr lateinamerikanisch und feminin, klar ist das noch nicht ganz perfekt. Vor allem der echte Horror braucht ordentlich Anlauf. Aber es kommt alles am Ende schon deutlich über gute Ansätze hinaus. Vor allem wird ein unbehagliches Gefühl versprüht, zwischen Melancholie, Nostalgie und purem Schrecken, den ich so selten erlebt habe. Von hypnotischen Discoszenen über einen gewissen zeitlosen Schwebezustand oder die schwitzig-südamerikanischen Sommervibes bis zu femininen Spitzen des ganz realen Terrors… Keine Sekunde davon ist öde oder vertane Zeit. ICQ und I Seek You. Horny Horror done right. 

Oma weiß Bescheid! 

Fazit: Schwitzig, sommerlich, südamerikanisch und schrecklich schön… „The Queen of the Quarry Lake“ ist alles andere als ein Flachköpper ins internationale Genrebaggerloch! 

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