Review

I didn’t know what I had until I saw it through my lens. It was a pretty good shot. Two nights later, Bill Wellman calls on the phone. “I have just seen the greatest goddamn shot that was ever made for any goddamn picture in the world.” “Which shot is that?” “That shot coming into the airfield! It’s going to make our picture! These people have come across the ocean, they’re flying on the vapor in the gas tanks and all at once the airfield opens up in the form of a cross.” He raved for five minutes. Then Duke got on the line. “Bill, it’s the damndest thing I’ve ever seen.

~ William Clothier

I thought to myself, Jesus Christ, I’m going to be tongue-lashing John Wayne. And we did it in very close quarters. It just went phenomenally well. . . . When Wayne worked with you, he never would be, or could be, threatened by any other actor, unlike some others. Some actors weave a scene to make their character more important. Wayne never did that. He knew what he was doing, always knew his lines. . . . He had a problem in that he was so big, so overpowering. It didn’t matter who had the authority in a scene; Wayne was always bigger. That’s why he always seemed so comfortable lounging in the background, letting others have all the good lines. Inevitably the eye is drawn to him.

~ William Campbell

Wellman scared the shit out of me; he scared the shit out of everybody. But he was a marshmallow. He was working on a scene with Doe Avedon, and he said to her, ‘Jesus Christ, can’t you walk straight?’ ‘Mr. Wellman,’ she said, ‘you’ve got me so scared my knees won’t work!’ And he said, ‘Oh, don’t take me seriously.’ Wellman was never cruel, but he kept enough pressure on me, particularly in the scenes in the cockpit, for the realism of the situation to always come through.

~ Robert Stack

(Flugzeug)Katastrophendrama, initiiert und produziert von John Wayne mit seiner Wayne-Fellows Productions, der ursprünglich gar nicht mitspielen wollte, aber nach einer Reihe von Absagen, teils des Geldes wegen, teils bezüglich anderer Verpflichtungen oder weiteren Gründen – Regisseur Wellman galt als schwierig –, die ehedem für Spencer Tracy, Gary Cooper oder Henry Fonda angedachte Rolle selber übernahm; eine Begebenheit, die später noch in einigen seiner Produktionen wie Der gelbe Strom (1955) auftauchen sollte, manchmal zu seinem Unvergnügen. Dabei sind auch hier schon Vertraute und auch in Zukunft mit und für ihn tätige Personen buchstäblich an Bord, Kameramann William Clothier bspw., ein für die zweieinhalbstündige Laufzeit ausgesprochen schnell (innerhalb sechs Wochen) abgefilmtes Werk, dass allen Beteiligten dahinter aber viel Aufmerksamkeit und Interesse am Projekt selber erweckte, über einen reinen Zuverdienst oder Auftragsarbeit hinaus in die Zuversicht, und einer wirklichen Lebendigkeit und Streben für den Film entsprach und entsprang:

In Honolulu, Hawaii, bereitet sich ein DC-4-Passagierflugzeug auf den Start nach San Francisco, Kalifornien, mit 17 Passagieren und einer Besatzung von 5 Personen vor. Der ehemalige Kapitän Dan Roman [ John Wayne ], der erfahrene Erste Offizier des Fluges, bekannt für seine Angewohnheit zu pfeifen, wird vom Trauma eines Flugzeugabsturzes heimgesucht, bei dem seine Frau und sein Sohn ums Leben kamen. Der Kapitän John Sullivan [ Robert Stack ] leidet unter einer heimlichen Angst vor Verantwortung, nachdem er tausende Stunden damit verbracht hat, sich um das Leben von Passagieren und Flugbesatzungen zu kümmern. Der junge zweite Offizier Hobie Wheeler [ William Campbell ] und der erfahrene Navigator Lenny Wilby [ Wally Brown ] sind Gegensätze in Alter und Erfahrung. Unterdessen kümmert sich Flugbegleiterin Spalding [ Doe Avedon ] um ihre Passagiere, die jeweils unterschiedliche persönliche Probleme haben, darunter die abgebrühte ehemalige Schauspielerin May Holst [ Claire Trevor ], die unglücklich verheiratete Erbin Lydia Rice [ Laraie Day ], die alternde Schönheitskönigin Sally McKee [ Jan Sterling ] und der fröhliche Urlauber Ed Joseph [ Phil Harris ]. Spalding freundet sich mit dem unheilbar kranken Frank Briscoe [ Paul Fix ] an, nachdem sie von dessen Taschenuhr verzaubert wurde. Ein Last-Minute-Gast, Humphrey Agnew [ Sidney Blackmer ], bereitet der Besatzung mit seinem merkwürdigen Verhalten Besorgnis.

Damals als Genre auch noch etwas relativ Neues, zwei Jahrzehnte später dann für eine Weile zur großen (Blockbuster)Kunst erhoben, hier trotz der Überlänge aufgrund der vielen Innenaufnahmen mit ca. 1.5 Mio. USD auch eine vergleichsweise preisgünstige Arbeit, kein Stelldichein von Stars und Effekten, zumindest nicht im Größenwahn. Wellman war in erster Linie von der technischen Seite her begeistert, Cinemascope und Warner Color, der Rest ergibt sich aus der kurz zuvor erst veröffentlichten literarischen Vorlage, der Film nach Ernest Kellogg Gann (auch verantwortlich für Das letzte Signal, 1953, ebenfalls mit Wellman und Wayne) eine Romanadaption. Der Tag fängt beschaulich und routiniert an, wie immer in solchen Fällen, die Einführung der Hauptfigur, die eigentlich schon Aufhören wollte mit dem Job, den “fliegenden Sardinenbüchsen“, “reichlich alt für einen zweiten Piloten“ auch laut der Mechaniker, der Wayne trotzdem am vor sich hin pfeifen, man braucht ihn noch.

Eine Einführung wieder über dritte Personen, die alten Geschichten von früher, die Anekdoten, eine Tragik schon im Vorgeschehen, dafür eine edle Kulisse, “Rummelplatz mit Kokosnüssen“, der Airport auf Hawaii, schöne Studiobilder, die ersten Passagiere werden eingecheckt, eine illustre Kombination, die ersten Kommentare der Crew, eine Art , selbst nach dem Alter der Figuren wird gefragt, auch über das “alte Schlachtross“ und sein “Gnadenbrot“ nochmal gesprochen, auf die Personen konzentriert, viel Tratsch und Klatsch bereitgehalten; manche Dauergäste, manche das erste Mal am Fliegen, beiderlei Geschlechts, Manche sind jung, Manche sind alt. So richtig wichtig erscheinen einem das Figurentheater da (und später) noch nicht, es wird sich eher auf den Hauptdarsteller des Ensembles konzentriert, der Fixpunkt, der Stern des Alten Hollywood, dem auch dieser Film trotz seinem Angst- und Terrorplot deutlich entspricht, die Dialoge nicht immer wirksam, da nicht wirklich, zuweilen gestelztes bzw. gestelltes Benehmen, zuweilen simplifiziert oder verkrampft dargeboten, Kintopp aus einem früheren Zeitalter, zwischen Fatalismus und Courage, die Matinee zur Publikumswirksamen Begeisterung.

Kräftig dafür die Bilder, Erinnerungen besserer und schlechterer Tage, eine Dramatik in letzter Sekunde, ein Absturz von früher, eine relativ leere Maschine, eine aufmerksame Stewardess, noch ist Spiel und Tanz, einen halben Tag soll die Reise gehen, ein bisschen Trallala vor dem Ernstfall, erst das Schöne, dann das Schlimme. Die Dramaturgie ist eher im Seichten, in der Fliegerkabine wird noch geraucht, ein anderes Jahrhundert, der zweite Pilot hat schon was bemerkt, er traut sich nur das Sagen nicht, er hat seine Erfahrungen mit bösen Überraschungen und schlechten Omen. Rückblenden werden dargereicht, etwas Diskussion geschaffen, zwischen Militär und Wissenschaft und Ökologie und vermeintlichen Fortschritt, aus der Kabine heraus gegangen, in ein anderes Atelier. Prophetisch wird man hier, Prophezeiungen geboten, die Gründe für das Fliegen und die jeweilige Motivationen dargereicht, es wird viel geweint, schon vor dem eigentlichen Thema, dem technischen Problem. Wer Airport und Co. kennt (oder die Arbeiten von Andrew L. Stone bzw. natürlich Irwin Allen), kennt auch den Film hier, nur hier war man vorher, eher und früher, die einzelnen Sorgenkinder und ihre Offenbarungen, die Vergleiche und Diskrepanzen, alle zusammen an einem Ort 'eingepfercht', ein Mitgefangen, Mitgehangen. Wayne, der im Schneideraum ein halbes Dutzend (unwichtig gehaltener) Großaufnahmen von sich entfernen ließ, spielt auch eingangs gar keine so wichtige Rolle, er ist einfach anwesend, das genügt, manchmal wird geredet, zuweilen gar nicht zugehört, den vergangenen Worten nachgehangen, in das Persönliche gegangen, die verbrauchten Nerven, die Ruhe vor dem Sturm, die Fassade und intime Einblicke, der Hintergrund.

Etwas trimmen und beschleunigen hätte man den Rhythmus schon können, das sah die damalige überwältigende Mehrheit der Kritik (des Publikums, ein Einspiel von fast dem Vierfachen der Kosten) anders, sie lobte die Vielseitigkeit und Vielfältigkeit, die kleinen Momente der Anspannung, der Störung der scheinbaren Friedlichkeit, die Gegensätze in und zwischen den Parteien, den einzelnen Leuten, ob nun der Zivilisten oder der Männer und Frauen in Uniform. So etwa nach einer Dreiviertelstunde werden die Plätze gewechselt, hinten wird geliebt und gestritten, getrennt und zueinander gefunden, der Kummer in sich hineingefressen, in die Probleme der Anderen hineingezogen, man hört sowieso alles mit, “Macht Euch keine Sorgen, dafür sorgt das Morgen.“; eine Art Nachbarschaft, nur nicht auf Lebenszeit. Ein Spannungs-Drama, ein Melodrama, dazwischen etwas geografisch Abwechslung# durch 'Traum'- oder imaginäre Sequenzen, dann Komödiantisches, fast Screwballmäßig, als aufrichtige Unterstützung, als Kunterbunte Unterhaltung. Lehrhaftes über das Leben wird geboten, Ausblicke auf Vergangenheit und Zukunft, der Umgang damit, eine verrückte Welt ist das, alles steht Kopf, der Wendepunkt erreicht, die Stewardess wird nervöser, und das zurecht, ungewöhnliche Schwingungen festgestellt, in den Heckraum gegangen, einer der Gäste hat auch eine Pistole im Jackett, eine Eifersuchtstour, eine Prügelei, der brennende Motor und das Fliegen durch die “Waschküche“ lenken erstmal ab, ein Notsignal nach Frisco abgesetzt, plötzlich auf Dringlichkeit gemacht, der Alarm ausgerufen, am Zielort bereits Rettungskräfte im Sprint, der Raum erweitert, zumindest der kleine Junge schläft.

Der Aufwand ist dann doch da und deutlich, Küstenwache, Rettungszentrale, Presseabteilung, es wird Panik geschoben, eine Wasserlandung vorbereitet, die Aufgaben delegiert, vor allem die unangenehmen, der alte Hase ist gefragt, die Wahrheit unter den Zuhörern verbreitet, Trost gespendet durch den Fels in der Brandung, eine verbale Berichterstattung, eine Weitergabe der Informationen, eine Beruhigung im Stressigen. Es wird immer wieder Tag, auch mit abgeworfenen Gepäck, dem materiellen Luxus, den Errungenschaften des Eigentums, es wird noch etwas schwadroniert, Stack neben Wayne (und dem gesamten Fliegerteam) noch die schillerndste Gestalt, unwichtig einen Sinn zu suchen, alle Menschen (in der Kabine, die Nebenrollen) auf das Wesentliche reduziert, auf Karikaturen fast, Klischees en masse, es gibt auch einen handfesten Bösewicht; Tiomkin vertont das auffällig spendabel, “schöne Quälerei“, ein heldenhaftes Rettungsmärchen.












Details
Ähnliche Filme